Masern, Scharlach, Mumps

Kinderkrankheiten: Symptome und Behandlung

Wie erkennt man ob es sich bei der Erkrankung des Kindes um eine harmlose Grippe oder eine gefährliche Diphterie handelt? Informationen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten zu den bekanntesten Kinderkrankheiten finden Sie hier.

Diphterie

Bei Diphterie handelt es sich um eine hochgefährliche Tröpfcheninfektion, die bei Menschen in jedem Alter auftreten kann. Verstärkt betroffen sind jedoch Kinder, bei denen die Krankheit ohne Behandlung tödlich verlaufen kann. Vom Ausbruch der Krankheit bis zu dem Zeitpunkt, wo keine Erreger mehr nachweisbar sind, herrscht Ansteckungsgefahr. 

Trotz einer überstandenen Diphterie ist keine Immunität gegen eine erneute Ansteckung gewährleistet. Schutz gegen Diphterie bietet eine Impfung, die aller zehn Jahre aufgefrischt werden muss. Diphterie ist nach dem Infektionsschutzgesetz eine meldepflichtige Krankheit.


Symptome:

  • weiß-gelblicher Belag auf den Mandeln
  • Atemnot
  • Erbrechen
  • Fieber
  • faulig riechender Mundgeruch
  • Bauch-, Glieder- und Halsschmerzen

Behandlung:

  • Bei Verdacht auf Diphterie sofort zum Arzt gehen


Dreitagefieber


Beim Dreitagefieber handelt es sich um eine ansteckende Virusinfektion, die drei bis vier Tage dauert und durch hohes Fieber und Ausschlag gekennzeichnet ist. Bereits drei Tage vor dem hohen Fieber besteht die Gefahr einer Ansteckung. 

Erst wenn das Fieber abgeklungen ist und der typische Ausschlag sichtbar wird, ist die Ansteckungsgefahr gebannt. Wer einmal das Dreitagefieber überwunden hat, ist mit großer Wahrscheinlichkeit immun gegen die Viren und hat keine erneute Ansteckung zu befürchten.


Symptome:

  • sehr hohes Fieber
  • Fieberkrampf
  • Erbrechen
  • masernähnlicher Ausschlag


Behandlung:

  • fiebersenkende Zäpfchen
  • Bettruhe
  • viel Flüssigkeit


Keuchhusten


Keuchhusten ist eine lebensbedrohliche Erkrankung der Atemwege, die über die Luft übertragen wird. Wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird, kann sie zum Tod führen. Vor allem kleine Kinder sind gefährdet, da die Krankheit Atemstillstand hervorrufen kann.

Vom ersten Husten an ist der Keuchhusten ansteckend. Nach fünf Wochen oder nachdem das Kind Antibiotika eingenommen hat, ist eine Weiterverbreitung der Ansteckung durch den kleinen Patienten unwahrscheinlich. Eine Schutzimpfung kann vorbeugen oder eine erneute Erkrankung verhindern.


Symptome:

  • Hustenanfälle
  • Fieber
  • Heiserkeit
  • Atemnot
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Schlafstörungen


Behandlung:

  • Bettruhe
  • viel Flüssigkeit
  • Antibiotikum


Kinderlähmung

Bei dieser Krankheit wird das Gehirn von Polioviren befallen. Lähmungserscheinungen oder eine Gehirnhautentzündung sind die Folge und können bis zum Tod führen. Betroffene Personen sind vom ersten Auftreten der Symptome an ansteckend. 

Nur durch eine Impfung kann ein vollständiger Schutz gegeben werden, da man auch nach einer überstandenen Kinderlähmung nur gegen einen der drei Virustypen immun ist.


Symptome:

  • Kopfweh
  • Gliederschmerzen
  • Husten
  • Fieber
  • Schweißausbrüche
  • Meningitis (Gehirnhautentzündung)
  • Erbrechen
  • Lähmungs- und Bewusstlosigkeitserscheinungen
  • Nackenstarre


Behandlung:

  • Bei Verdacht sofort zum Arzt gehen


Masern


Masern sind eine hoch ansteckende Infektionskrankheit. Bereits drei Tage vor dem Erscheinen der ersten Hautrötungen ist eine Übertragung des Virus über die Luft möglich. Die meisten Fälle von Masern verlaufen harmlos, doch vor allem für Erwachsene kann eine Maserninfektion in einzelnen Fällen schwere Organ- und Gehirnschäden zu Folge haben oder sogar tödlich enden. 

Bei Masern handelt es sich um eine meldepflichtige Krankheit. Schutz bietet eine Impfung, die schon Kindern ab einem Alter von einem Jahr gegeben werden kann. Wer bereits einmal Masern hatte, ist in den meisten Fällen immun dagegen.


Symptome:

  • Entzündung im Nasen-Rachenraum (Schnupfen)
  • trockener Husten
  • Fieber
  • Entzündung der Bindehaut (rote und verquollene Augen)
  • punktförmige Rötungen auf der Haut, beginnend hinter den Ohren und Ausbreitung über den ganzen Körper
  • weiße Flecken auf der Mundschleimhaut


Behandlung:

  • Fieber senken
  • viel Flüssigkeit
  • Bettruhe
  • feuchte, kühle Atemluft
  • vom Arzt verschriebenes Antibiotikum (wenn es zu einer bakteriellen Erkrankung kommt)


Mumps


Bei Mumps handelt es sich um eine ansteckende Krankheit, deren Erreger entweder über Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen werden. Bereits drei Tage vor der für die Krankheit so charakteristischen Speicheldrüsenschwellung kann eine Übertragung der Erreger stattfinden. 

Erst neun bis zehn Tage danach ist die Ansteckungsgefahr gebannt. Mumps gehört zu den meldepflichtigen Krankheiten. Bei Kindern im Schulalter und Erwachsenen kann Mumps folgenschwere Komplikationen nach sich ziehen.

Eine Hoden- oder Eierstockentzündung infolge der Mumpserkrankung kann bis hin zur Unfruchtbarkeit führen. Impfungen werden bereits für kleine Kinder ab etwa einem Jahr empfohlen.


Symptome:

  • Bauchschmerzen durch Beschwerden der Bauchspeicheldrüse
  • Beschwerden beim Schlucken
  • Erbrechen und Appetitlosigkeit
  • Meningitis
  • Kopfschmerzen
  • Nackenstarre


Behandlung:

  • Wadenwickel
  • viel Flüssigkeit
  • Bettruhe
  • vom Arzt verschriebene, schmerzlindernde Medikamente

Pfeiffersches Drüsenfieber

Beim Pfeifferschen Drüsenfieber handelt es sich um einen Virus, der durch Tröpfcheninfektion am häufigsten von Mund zu Mund übertragen wird. Deshalb findet man auch den Namen Kusskrankheit für das Pfeiffersche Drüsenfieber. 

Symptome sind bei Kindern oft gar nicht zu beobachten, bei Erwachsenen dagegen ähneln sie denen einer Grippe. Bis heute ist kein genauer Ansteckungszeitraum festgelegt. Nach einer überstandenen Infektion ist meistens eine Immunität gewährleistet. Reinfektionen sind jedoch möglich.


Symptome:

  • anhaltende Müdigkeit
  • angeschwollene Lymphknoten
  • Belag auf den Mandeln
  • Fieber


Behandlung:

  • bei Verdacht zum Arzt
  • Bettruhe
  • Wadenwickel
  • viel Flüssigkeit


Röteln


Bei den Röteln handelt es sich um eine Virusinfektion, die bei den meisten Kindern harmlos verläuft, während sie für Erwachsene nicht immer ohne Komplikationen von statten geht. 

Vor allem für Schwangere können Röteln ernste Auswirkungen haben. Wird der Embryo infiziert, kann das zu schweren Missbildungen führen. 

Deshalb wird gerade Mädchen zu einer Schutzimpfung geraten. Die Gefahr einer Ansteckung ist eine Woche vor dem ersten Auftreten des Ausschlags bis zehn Tage nach seinem Abklingen gegeben.


Symptome:

  • Rötungen auf dem ganzen Körper
  • Schwellung der Lymphknoten
  • Fieber


Behandlung:

  • Bettruhe
  • vom Arzt verschriebene Fieber senkende Medikamente


Scharlach


Scharlach ist eine durch Streptokokken hervorgerufene Erkrankung. Die Bakterien gelangen durch Tröpfcheninfektion in die oberen Atemwege. Typisch sind Rötungen der Haut, die sich über den ganzen Körper verteilen. 

Ein bis zwei Tage vor Ausbruch ist der Erreger bereits im Körper der Betroffenen. Mit dem Auftreten der ersten Symptome besteht Ansteckungsgefahr. Bei einer Antibiotikabehandlung ist diese nach einigen Tagen bereits gebannt.


Symptome:

  • Fieber
  • Kopf- und Halsschmerzen
  • Schluckbeschwerden
  • rötliche Ausschäge am ganzen Körper (beginnen in der Arm- und Leistengegend)


Behandlung:

  • vom Arzt verschriebenes Antibiotikum


Windpocken


Weltweit erkranken Kinder an den hoch ansteckenden Windpocken, die einfach durch die Luft und natürlich auch über direkten Kontakt übertragbar sind. Schon ein bis zwei Tage bevor der Ausschlag sichtbar ist, sind infizierte Kinder ansteckend. Erst sechs Tage nach dem Erscheinen der roten Bläschen kann keine Übertragung der Viren mehr erfolgen. 

Da die Viren auch nach der überstandenen Erkrankung im Körper bleiben, ist eine erneute Erkrankung nicht ausgeschlossen. Das passiert in seltenen Fällen im Erwachsenenalter in Form von Gürtelrose. Zur Vorbeugung wird eine Impfung empfohlen.


Symptome:

  • rote Flecken und Bläschen, die im weiteren Verlauf nässen und verkrusten
  • starker Juckreiz


Behandlung:

  • juckreizstillende Medikamente
  • oder andere vom Arzt verschriebene Medizin

Milena Geiger

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