Entspannt Schlafen

Schlafen wie auf Wolken: Alles Wissenswerte über das Boxspringbett

Ein Boxspringbett ist nicht einfach nur zum Schlafen gemacht. Es ist ein raffiniertes und dekoratives Möbelstück mit erstklassigem Komfort. Schon seit Jahren erobert es die deutschen Schlafzimmer und legt einen rasanten Aufschwung hin. Doch was macht Boxspringbetten überhaupt so besonders und worauf müssen Verbraucher beim Kauf achten? Diese und noch viele weitere Fragen sind Thema in diesem Artikel.

 

Was macht ein Bett zu einem Boxspringbett?
Der Begriff „Boxspringbett“ ist im Grunde nicht klar definiert. Daher finden sich immer wieder, häufig kostengünstige Modelle, welche dieselbe Bezeichnung nutzen. Diese bieten jedoch nicht den Komfort und die Qualität wie die bei Swiss Sense erhältlichen Bettenmodelle. Optisch betrachtet sind die günstigen Varianten den Originalen sehr ähnlich. Sie besitzen auch das für das Bett typische voluminöse und große Kopfende und sind überdurchschnittlich hoch. Der Unterschied steckt allerdings im Aufbau des Bettes: Normale Betten bestehen aus einem Gestell, dem Lattenrost und der darüber liegenden Matratze. Das Boxspringbett dagegen verfügt über keinen Lattenrost und ist deutlich aufwendiger konzipiert.


•    Die Box

Das Unterbaugestell, auch Box genannt, liegt auf den Füßen des Bettes auf und fungiert ähnlich wie ein Lattenrost. Der Rahmen besteht aus Holz und ist etwa 20 bis 30 Zentimeter hoch. Im Inneren befindet sich ein Federkern, der die Matratze trägt. Anders als bei einem Rost ist die Box nicht mit fühlbaren Latten versehen. 


•    Der Federkern
Der integrierte Federkern ist in zwei Ausführungen vorhanden: 
Bei einem Bett mit Taschenfederkern sind die tonnenförmigen Federn von Textiltaschen umschlossen, welche für eine Dämpfung sorgen. Ein Bonell-Federkern besteht aus vielen Taillenfedern. Diese sind oben und unten breiter als in der Mitte. In den Zwischenräumen befindet sich ein Polstermaterial. Durch den Abstand und die Polsterung findet keine Berührung zwischen den Federn statt und es entstehen keine Geräusche.  Der Unterschied beider Modelle liegt in der Federung. Während sich bei Boxspringbetten mit Bonell-Federkern die Federung auf die gesamte Fläche verteilt, beschränkt sie sich bei einem Taschenfederkern auf den Ort der Belastung.


•    Die Matratze
Die Obermatratze ist das Herzstück des Bettes. Von ihr ist der Schlafkomfort und damit das eigene Wohlbefinden abhängig. Sie sollte daher mit Bedacht ausgewählt werden. Zu einer klassischen Taschenfederkernmatratze besteht die Alternative einer Kaltschaummatratze. Diese passt sich dem Körper optimal an und ist punktelastisch. Die Matratze sinkt nur an der Stelle ein, wo durch das Körpergewicht eine Belastung stattfindet. 


•    Der Topper
Die oberste Matratze, der Topper, ist selten höher als acht bis zehn Zentimeter und erfüllt gleich mehrere Aufgaben: Er schont die darunterliegende Obermatratze und bettet den Körper komfortabel ein. Besteht das Boxspringbett aus zwei schmalen Matratzen, sorgt er zudem für einen nahtlosen Übergang.  

 

Warum ein Boxspringbett die Gesundheit fördert
Vor allem Menschen mit einer Hausstaubmilbenallergie und mit Rückenproblemen profitieren von einem Boxspringbett. Durch den doppelten Federkern, jeweils in der Box und der Obermatratze, wird der Körper optimal abgefedert. Die Wirbelsäule ist dadurch in der Lage eine gerade Linie zu bilden. Wichtig ist jedoch, auf den richtigen Härtegrad zu achten. Ist dieser zu weich, können Rückenschmerzen entstehen, anstatt gemildert zu werden. Durch den Hohlraum zwischen den einzelnen Federn findet eine konstante Luftzirkulation statt. Dadurch ist das Boxspringbett nicht nur hygienischer und bildet keine Gerüche, es bietet auch keinen attraktiven Lebensraum für Hausstaubmilben. Die Schädlinge bevorzugen eine warme und feuchte Umgebung. Durch den luftdurchlässigen Federkern kann diese gar nicht erst entstehen. Zusätzlich hat sich das Boxspringbett vermehrt als Bereicherung für ältere Menschen ausgezeichnet. Denn im Alter lässt nicht nur das Gehör nach, auch die Mobilität schränkt sich zusehens ein. Daher erleichtert die überdurchschnittliche Höhe von 50 bis 70 Zentimetern das Ein- und Aussteigen um ein Vielfaches. Auch für Rheumatiker stellt dies eine Unterstützung dar.


Welche Aspekte sprechen gegen ein Boxspringbett?
Ein häufiges Gegenargument für den Kauf eines Boxspringbettes ist die Größe. Die Modelle sind wuchtiger und auffälliger als normale Lattenrost- oder Wasserbetten. Zudem sind sie in der Anschaffung deutlich teurer. Während Bettgestelle mit einer hochwertigen Matratze bereits für 400 bis 500 Euro erhältlich sind, ist ein Boxspringbett mehr als doppelt so teuer. Allerdings hat dieses Bett auch eine deutlich längere Lebensdauer. 

 

Das richtige Boxspringbett finden: Vier Tipps für den Kauf
Unzählige verschiedene Modelle stehen Verbrauchern zur Verfügung. Da fällt die Wahl für das optimale Boxspringbett gar nicht so einfach. Diese Tipps sollen dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen: 


1.    Echtholz statt Spanplatten

Aus finanziellen Gründen besteht der Rahmen des Bettes häufig aus Spanplatten. Diese sind allerdings kaum witterungsbeständig und wenig robust. Daher sollten Verbraucher bevorzugt zu massivem Echtholz greifen. Dieses garantiert eine lange Lebensdauer und erweist sich als äußerst hochwertig.


2.    Den Topper mit Bedacht wählen
Auch wenn das Herzstück des Boxspringbettes nach wie vor die Matratzen sind, darf die Wahl des Toppers nicht unterschätzt werden. Er ist das oberste Glied, welches mit dem Körper in Berührung kommt. Zudem ist er mitunter für den Härtegrad entscheidend. Wer gerne hart liegt, sollte zu Kaltschaum greifen. Weicher hingegen sind Topper aus Klimalatex.


3.    Zu neutralen Farben greifen
Verbrauchern stehen neben den verschiedensten Ausführungen auch nahezu alle Farben zur Auswahl. Da ein Bett in der Regel lange erhalten bleibt, sollte zu einer neutralen Farbe gegriffen werden. So passt das Möbelstück auch nach Jahren noch zu jeder beliebigen Inneneinrichtung.


4.    Am liebsten individuell

Um möglichst alle Vorteile eines Boxspringbettes zu nutzen, sollte dieses individuell auf die Person angepasst sein. Viele Faktoren wie die Körpergröße, das Gewicht, bevorzugte Liegeposition und gesundheitliche Beeinträchtigungen spielen eine große Rolle. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, das Bett individuell nach den eigenen Bedürfnissen auszuwählen.


Die richtige Pflege für eine lange Lebensdauer
Damit das neue Lieblingsmöbelstück auch lange erhalten bleibt, ist eine regelmäßige Pflege wichtig. Dazu gehört es, die Matratzen mindestens einmal im Monat zu wenden und ausgiebig auszulüften. Unter normalen Umständen müssen diese erst nach rund zehn Jahren ausgetauscht werden. Den Topper sollten Verbraucher hingegen nach fünf Jahren erneuern.