Heuschnupfen

Heuschnupfen, eine nicht zu unterschätzende Last und was gegen ihn hilft

Heuschnupfen nimmt immer mehr zu. Besonders Heuschnupfen ist mittlerweile zur Volkskrankheit Nummer Eins geworden. Eine Vielzahl beklagt sich über laufende Nasen, tränende Augen und Kopfschmerzen.

Was sich erst einmal nur lästig anhört, ist für Betroffene oftmals eine wochenlang andauernde Odyssee. Immer mehr Menschen beklagen sich über Heuschnupfen, durchaus nimmt die Anzahl der Betroffenen immer weiter zu. Die Gründe dafür sind nicht ganz klar.

Heuschnupfen - Platz Eins der Allergien

Neben Kontaktallergien wie bei Tierhaaren oder Lebensmittelallergien ist die häufig verbreitetste Allergie wohl der Heuschnupfen. Allein in Deutschland sind Millionen von Menschen betroffen, jeder vierte bis fünfte Deutsche leidet unter Heuschnupfen. Insbesondere in den Sommermonaten, wenn Gräser, Bäume und Sträucher blühen, kommt es zum Pollenflug. Doch schon ab Februar können Allergiker die ersten Symptome bemerken, dann hat der Betroffene oft je nach Allergie bis September mit den Symptomen zu kämpfen. Nicht zu vernachlässigen: Kreuzallergien auf Obst, die häufig bei Heuschnupfen-Patienten bestehen und oft gar nicht bekannt sind.


Keine Bagatelle

Häufig ist zu Beginn nicht ganz klar, ob nun eine simple Erkältung oder doch Heuschnupfen vorliegt. Denkbar wäre aufgrund der Ähnlichkeit der Symptome auch eine Entzündung der Nasennebenhöhlen. Bei tränenden Augen, sogenanntem Fließschnupfen und häufigen Niesanfällen ist eine Allergie allerdings am wahrscheinlichsten. Es empfiehlt sich zur genaueren Abklärung, auf welches Allergen der Körper reagiert, einen Arzt aufzusuchen. Pollen verursachen in der Nase eine Entzündung der Nasenschleimhaut. Heuschnupfen ist folglich durchaus ernst zu nehmen, wird allerdings bisher verharmlost und Betroffene erhalten wenig Mitgefühl. Doch in vielen Fällen wird die Leistungsbereitschaft durch die verstopfe Nase erheblich reduziert. Lern- und vor allem Denkvermögen leiden.

Auch die Gefahr vom drohenden Bronchialasthma sollte nicht unterschätzt werden, wenn der Heuschnupfen lange Zeit unbehandelt bleibt. Sind die Bronchien erst einmal geschädigt, ist die Erkrankung chronisch und es kann zu lebensbedrohlicher Atemnot kommen. 

Medikamente und andere Tipps zur Linderung

Besonders beliebt sind Antihistaminika oder schleimhautabschwellende Cortisonsprays, die der gereizten Nase Linderung verschaffen sollen. Zahlreiche Mittel zum Inhalieren, Einnehmen oder auch Schmieren finden Sie als Angebote in der Apotheke

Einige Dinge können aber auch im Alltag beachtet werden:

  • Nutzung eines Pollenfilters im Auto, 
  • häufiges duschen und Bäder in Meersalz
  • das Geschlossen halten von Fenstern
  • Fliegengittern vor den Fenstern
  • Teppichboden und Teppiche in der Wohnung vermeiden
  • Bettwäsche und Kleidung regelmäßig waschen
  • Brennnessel- oder Ingwertee mit Honig
  • Apfelessig im Essen
  • Eukalpytusöl
  • Tee aus Augentrostkraut, Wattepads in Tee getränkt können auch zur Linderung auf entzündete Augen gelegt werden

Auch die regelmäßige Einnahme von Kalziumtabletten soll helfen, die Symptome auf einem Mindestmaß zu halten. Es empfiehlt sich für Heuschnupfen-Geplagte außerdem den jährlichen Sommerurlaub entweder ans Meer oder ins Gebirge zu verlegen, dort ist der Pollenflug geringer. Hilft das alles nichts, gibt es noch die Möglichkeit einer Spezifischen Immuntherapie, auch bekannt als Hyposensibilisierung. Dabei wird das Immunsystem über einen längeren Zeitraum in immer höher werdenden Dosen mit dem Allergen konfrontiert, Ziel ist es den Körper eine Resistenz entwickeln zu lassen. Gänzlich beseitigen lässt sich eine Allergie gegen Pollen allerdings nicht, da es eine genetische Disposition gibt, allergisch auf einen bestimmten Stoff zu reagieren.


Ein Gang zum Arzt lohnt sich

Da es nicht möglich ist, die Allergene gänzlich zu meiden, erfordert das Leben mit Heuschnupfen durchaus viel Management. Wem welches Gegenmittel Linderung der Symptome verspricht, ist sehr individuell. Fühlen Sie sich durch die Allergie allerdings fortlaufend krank und können mit Hausmitteln keine Verbesserung erzielen, empfiehlt sich in jedem Fall ein Arztbesuch. Ein kleiner Hoffnungsschimmer ist, dass die Erfolge, die mit Hyposensibilisierung erzielt werden, immer besser werden und viele Betroffene fast symptomfrei leben können.