Kinder in der Sonne
So schützen Sie Ihr Kind vor Sonnenbrand

Im Vergleich zu Erwachsenen halten sich Kinder sehr lange in der Sonne auf. Damit beim Spaß im Freien der Sonnenschutz nicht zu kurz kommt, sollten Eltern darauf achten, dass die empfindliche Kinderhaut eingecremt ist.
Kinderhaut ist in der Sonne besonders gefährdet zu verbrennen, da sie noch keine ausreichende Pigmentierung aufweisen kann. Pigmente sind dafür zuständig, die Hautzellen vor UV-Strahlen zu schützen. Der natürliche Schutzmechanismus der Haut wäre erst mit der Pubertät vollständig entwickelt, erklärt Dr. Heiner Gers-Barlag, Leiter der Lichtschutzforschung Beiersdorf.
Wichtig: Hoher Lichtschutzfaktor und Wasserfestigkeit
Um Ihr Kind ausreichend vor Sonnenbrand zu schützen, sollten Sie es vor dem Spielen in der Sonne eincremen. Mittlerweile wurden Sonnencremes entwickelt, die direkt nach dem Auftragen gegen UVA- und UVB-Strahlen wirken. Somit fällt die lästige Wartezeit von 20 bis 30 Minuten weg. Den größtmöglichen Schutz bieten derzeit Produkte mit Lichtschutzfaktor 50plus.
Kinder spielen viel im Wasser und stellen ihre Sonnencremes damit auf eine besonders harte Bewährungsprobe. „Um die Wasserfestigkeit zu prüfen, haben wir die Testzeit um das Doppelte verlängert“, sagt Dr. Gers-Barlag, „die Kinderprodukte haben dabei gezeigt, dass sie den Anforderungen der lang anhaltenden Wasserfestigkeit bei einer maximalen Badezeit von zwei Stunden standhalten.“
Nach dem Schwimmen und Abtrocknen sollten die Kinder unbedingt nochmals eingecremt werden.Das tägliche Ritual des Einölens wird Ihrem Kind als lästig erscheinen. Bieten Sie Ihrem Spross etwas Abwechslung, indem Sie auch einmal farbige Sonnencreme verwenden. Auch Sonnenmilch aus der Pumpspray-Dose könnte Ihrem Kind Spaß bereiten und es williger zum Eincremen stimmen.
Schutz der Augen
Zusätzlichen Schutz bieten Sonnenbrillen mit UV-Filter und, besonders bei ganz kleinen Kindern mit noch spärlichem Kopfhaar, Sonnenhut oder Käppchen. Benutzen Sie dazu kindgerechte Sonnenbrillen mit UV-abweisenden Gläsern (UV 400). Sie bewahren sensible Kinderaugen vor Schäden. Das CE Zeichen oder der Aufdruck EN 1836:1997 zeigt Ihnen, dass die Brille europäischen Sicherheitsstandards genügt, was aussagekräftiger ist als der Aufdruck „UV400“, dem man gerade bei No-Name-Produkten in vielen Fällen nicht vollends vertrauen kann.
Allerdings sollte man bis zum siebten Lebensjahr mit Sonnenbrillen vorsichtig sein und sie nicht zu lange tragen, da sich die Augen bis zu diesem Alter noch entwickeln und sich dunkle Sonnenbrillen bei zu langer Tragezeit negativ auf das Kontrastsehen ihres Kindes auswirken können. Vermeiden Sie dann lieber den zu langen Aufenthalt in grellem Licht und setzen Sie Ihrem Kind als weiteren Lichtschutz einen Sonnenhut mit ausreichend großer Krempe auf.

Kommentare
Cordula Breitkreuz
am 16. 2010-07-16 2010 um 14:47 Uhr
Ergänzend zu dem Artikel möchte ich anmerken,daß seitens der Eltern
unbedingt auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden sollte.
USCHI WANDRES
am 27. 2010-04-27 2010 um 16:37 Uhr
Ja, ich finde es gut, dass sie drauf hinweisen!
Ich wundere mich schon immer (ich selber habe das selber leider auch nie gehabt) warum die kleinen Kinder selten mit Sonnencreme oder Hüt geschützt werden. Die Sonnenbestrahlung ist anders intensiv geworden, als früher...
Immer wieder sollte ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass man von allem kleine Kinder im Frühjahr und Sommer mit Sonnencreme schützt. Und damit im besten Falle "alle" das tun können, sollte Sonnencreme schon im Kindergarten kostenlos verteilt, d.h. an die Mütter verteilt werden, und auch in der Grundschule. Das wäre mein Vorschlag.
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