Trendsportart Paintball

Sich die Farbkugel geben

In Deutschland von der Öffentlichkeit meist immer noch kritisch als paramilitärische Selbstinszenierung von Möchtegern-Rambos abgetan, in den Nachbarländern längst als Sportspiel mit riesigem Spaßfaktor etabliert: Paintball.

Trotz anhaltender Vorurteile nimmt die Zahl der Paintballspieler auch hierzulande langsam, aber stetig zu. Im Grunde kennt es jeder. Denn wer hat in seiner Kindheit nicht des öfteren „Räuber und Gendarm“ oder „Völkerball“ gespielt.

Paintballspieler tun nichts anderes. Nur dass alles irgendwie professioneller aussieht. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass es auch professioneller ist.

Im Teamsport Paintball versuchen zwei Mannschaften durch die Erfüllung bestimmter Aufgaben den Sieg zu erringen. Im Gegensatz zu anderen Teamsportarten wie Fussball besteht hier jedoch die Möglichkeit, Kontrahenten aus dem Spiel ausscheiden zu lassen, indem sie durch Geschosse aus speziellen Luftdruckpistolen markiert werden.

 
Sport oder Spiel?

Gerade das Markieren macht Paintball für seine Anhänger interessant, stellt aber zumindest in der offiziell organisierten Turnierspielform nicht dessen Wesenskern dar. In diesem Punkt unterscheidet sie sich von der inoffiziellen Variante namens Woodland. Hierbei geht es vorwiegend um das Ausschalten des Gegners mittels Markierung.

Häufig geschieht dies in Tarnkleidung und im Rahmen gewisser Szenarien, die im Wald oder Geländen mit Gebäuden, Autos und ähnlichen Hindernissen nachgespielt werden. Trotz desselben Ursprungs beider Stränge grenzen sich die Anhänger der Turniervariante deshalb selbst als Sportler von den Fans der Woodland-Variante ab, die lediglich als Spiel betrachtet wird.

 
Equipmentlawine

Bei beiden Varianten, egal ob Fun- oder Turnierspiel, sticht jedoch das Equipment als markante Charakteristik von Paintball heraus. Neben den Markierern ist natürlich die Munition entscheidend. Sie besteht aus mit Lebensmittelfarbe gefüllten Gelatinekugeln und wird dem Markierer aus „Hoppern“, den Munitionsbehältern, zugeführt.

Den Schutz gewährleisten speziell für diesen Sport gefertigte Masken für das Gesicht. Um andere Körperteile zu schonen, kommen oftmals auch Suspensorien oder Neoprenbinden zum Einsatz.

Im Laufe der Zeit hat sich ein vielschichtiger Industriezweig für das Genre Paintball etabliert. Denn es erfordert nicht nur die Ausrüstung für den Spieler, der allein bis zu 2000 Euro in einen elektronisch gesteuerten Markierer investieren kann, sondern auch Zubehör wie künstliche Deckungen oder Netze am Spielfeldfeldrand zum Schutz für die Zuschauer.

 
Der Ball ist ins Rollen gekommen

Dass der Markt für das reichliche Angebot zur Genüge vorhanden ist, beweisen weltweit mehr als 16 Millionen Spieler in über 60 Nationen. Der jährliche Umsatz, der zum Beispiel für das Jahr 2001 auf über 500 Millionen Euro geschätzt wurde, macht deutlich, dass die Industrie eifrig bemüht ist, deren Nachfrage zu stillen.

Im Vergleich zur globalen Anhängerschaft mutet die Zahl von 50000 aktiven deutschen Paintballspielern noch relativ bescheiden an. Eine Ursache für die nur langsam wachsende Anhängerschaft dürfte nicht zuletzt in den strengen behördlichen Vorschriften liegen.

So darf Paintball erst ab 18 Jahren gespielt werden und die Auflagen für die Markierer beziehungsweise deren Handhabung sind äußerst limitierend. Das Spielen der Woodland-Variante ist aus diesen Gründen in Deutschland auf legalem Weg so gut wie unmöglich.

 
Turnierleben und Adrenalinrausch

In der Turniersportvariante mit Regelwerk und Schiedsrichtern hat sich hierzulande nach einigen Anlaufschwierigkeiten im Jahr 2005 die „Deutsche Paintball Liga“ (DPL) formiert, die sich in vier Unterligen staffelt und aus denen jährlich der deutsche Meister ermittelt wird. Auf europäischer Ebene gesellt sich die Millenium Serie dazu, bei der die Besten der nationalen Ligen in fünf europäischen Städten um die Meisterschaft kämpfen.

Gespielt wird auf Sup Air Feldern – ebene Flächen, die mit aufblasbaren geometrischen Körpern als Deckungen versehen sind. Die Teams bestehen aus jeweils sieben Personen. Jede Mannschaft hat zehn Minuten Zeit, um das Spielfeld zu überqueren, sich dort die Fahne des gegnerischen Teams zu sichern und sie zur eigenen Startposition zu bringen.

Der sportliche Aspekt wird durch die Punktgewichtung verdeutlicht: Das Ausschalten des Gegners bringt 5, das Erobern der Fahne hingegen 25 Punkte.

In dieser als „Capture The Flag“ bekannten Spielart paart sich die Herausforderung an Teamgeist, Strategie und Kommunikationsvermögen mit dem Nervenkitzel, in extrem kurzer Zeit den Kugeln der gegnerischen Mannschaft auszuweichen.

Im Gegensatz zu anderen Sportarten setzt das nicht nur ein hohes Maß an Reaktion und Fitness voraus, sondern sorgt für einen ungeheuren Adrenalinausstoß – ein Reiz, der die Beteiligten nicht mehr loslässt.


Andre Bunde

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