Länderspezifische Reisegefahren

Das Reiseland Australien

Es ist ein wunderschönes weites Land, dass durch seine demokratischen westlich geprägten Strukturen für uns wenig kulturell bedingte Stolpersteine bereithält.

Gefahren, die man hier nicht kennt, gehen von der Natur aus, wobei man die meisten mit etwas Umsicht umgehen kann.

Der Zustand der Straßen außerhalb der Städte weicht oft deutlich von den europäischen Standards ab und besonders im Outback ist das Verkehrsverhalten „rauher“ als man es in Deutschland gewohnt ist. Vorsicht gilt vor allem bei den langen LKW-Zügen, die mit mehreren Anhängern über die Straßen rasen.

Ein guter Sonnenschutz ist Pflicht, da die starke Sonneneinstrahlung und das über Australien dünne Ozonloch schnell Verbrennungen der Haut verursacht und die UV Belastung sehr hoch ist.

Australien hat eine große Wildnis. Deshalb sind Ausflüge ins Outback gut zu planen, damit einem nicht irgendwann Treibstoff oder Verpflegung ausgeht.

Australien achtet sehr auf seine Zoll- und Quarantänebestimmungen und vergibt harte Strafe auf die unerlaubte Aus- und Einfuhr von Flora und Fauna, Antiquitäten und Kulturgegenständen.


Tierwelt


Australien ist bekannt für seine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt, aber auch berüchtigt für die Ausbildung einige der gefährlichsten Tierarten des Planeten.

Auch wenn Zusammenstöße mit der reichhaltigen Fauna selten sind, sollte man etwas Vorsicht walten lassen, d.h. nicht alleine und nicht in unbekannten Gewässern schwimmen gehen und keinesfalls unbekannte Tiere anfassen oder bedrängen!


Krokodile

Salzwasser- oder Leistenkrokodile sind die einzigen großen Raubtiere, auf die man an Land etwas achten muss. Sie sind mit einer Länge von über 7m die größten Krokodile weltweit und leben im nördlichen Australien in Flüssen, Mangrovensümpfen und im Meer.
Da Angriffe auf Menschen nicht selten sind, sollte man nicht in einsamen Gewässern baden, ohne sich vorher über eine Gefährdung informiert zu haben.

Es gibt in Australien noch eine weitere Art, das Süßwasserkrokodil, das aber für den Menschen nur dann eine Gefahr darstellen, wenn man es bedrängt.


Schlangen

In Bezug auf Reptilien ist Australien in vielerlei Hinsicht ein besonderes Land. Es ist das einzige Land der Erde, wo mehr Giftschlangen leben als ungiftige Arten. Doch nicht nur in der Quantität ist es einzigartig, sondern auch in der Qualität. So leben hier ebenfalls die 10 giftigsten Arten überhaupt. Die giftigsten Arten an Land sind Inlands- und Küsten-Taipan, Braunschlange, Tigerotter, Todesotter und Schwarzotter, wobei es sich dabei ausschließlich um Giftnattern handelt.

Echte Vipern gibt es in Australien nicht. Die im Meer um Australien beheimateten Seeschlangen besitzen ein noch wirksameres Gift als die Landlebenden, aber durch ihre hohe Friedfertigkeit muss man schon sehr ungeschickt mit der Schlange umgehen, damit sie einen beißt.

Wenn Sie also in Australien auf eine unbekannte Schlange treffen, gehen Sie von aus, dass Sie hochgiftig sein kann!

Darüber hinaus gibt es noch den ungiftigen Amethystpython, der mit über 8m Länge die drittgrößte Riesenschlange weltweit ist und einem Menschen unter Umständen gefährlich werden kann.


Spinnen

Es gibt in Australien drei Spinnenarten, deren Bisse schwerwiegende Konsequenzen haben können. Auch wenn die Wirkung von Spinnenbissen oft maßlos übertrieben wird, sollte man im Falle eines Bisses den Arzt aufsuchen, nicht zuletzt wegen möglicher Allergien.


Sydney Funnel web

Es ist eine schwarze, bis zu 7cm große Spinnen, die, wie der Name schon sagt, im Gebiet um Sydney lebt und oft in menschlichen Behausungen auftaucht.

Sie ist sehr aggressiv und gehört zweifelsohne zu den giftigsten Spinnen überhaupt. Trotzdem gibt es seit der Entwicklung eines Antiserums keine bekannten Todesfälle mehr und auch davor waren sie eher selten.


Red back spider

Diese mit der Schwarzen Witwe verwandten Spinne, ist über ganz Australien verbreitet und ebenfalls sehr giftig. Da sie aber nicht aggressiv ist und bis zum Einsetzen der Symptome oft mehrere Tage vergehen, hat man genug Zeit, um einen Arzt aufzusuchen. Das Gift stellt vor allem für alte, ganz junge und geschwächte Menschen eine Gefahr dar.


White Tail spider (Lampona cylindrata )

Diese Spinne ist ebenfalls erwähnenswert, da sie beim Biss manchmal sehr schmerzhafte Zerstörungen des Gewebes und Nekrosen verursacht. Es ist wahrscheinlich, dass dies nicht die Folgen des Giftes selber sind, sondern durch Bakterien verursacht wird, die mit dem Biss transportierte werden. Oft konnten plötzlich auftretende Nekrosen auch nicht eindeutig Lampona c. nachgewiesen werden, wo sie nur ein möglicher Auslöser von vielen war.

Die Spinne hat einen zylindrischen Körper und einen sehr charakteristischen weißen Fleck am Rücken. Sie ist nicht aggressiv und beißt nur, wenn sie keinen Ausweg mehr hat.


Blauring Krake

Diese Art lebt in den Gewässern rund um Australien und gehört ebenfalls zu den giftigsten Tieren weltweit. Es handelt sich dabei um einen sehr kleinen, wenige cm großen Kraken, der seine blaue Farbe nur bekommt, wenn er gereizt wird. Gefährlich wird es aber nur, wenn man ihn aufhebt oder reizt, denn er ist scheu und flüchtet, wenn er auf einen Menschen trifft.

Bei einem Biss gibt er ein tödliches Nervengift ab, gegen das es kein Antiserum gibt. Erstes Anzeichen einer Vergiftung ist Erbrechen, innerhalb von Sekunden kann es Blindheit hervorrufen und schnell zum Herzversagen führen.

Der Vergiftete muss stabilisert werden und so schnell wie möglich ins Krankenhaus, wo man ihn künstliche beatmen kann und solange wartet, bis das Gift abgebaut ist.


Kegelschnecke

Wie der Name sagt, handelt es sich dabei um eine kegelförmige Schnecke, die in den Küstengewässern und Riffen lebt. Zur Jagd und Verteidigung ist sie in der Lage, Giftpfeile zu verschießen, die ein sehr starkes Nervengift enthalten, welches Lähmungen einschließlich der Atemwege und des Herz-Kreislaufsystems hervorruft. Todesfälle sind nicht selten. Auch wenn diese teils sehr schönen Tiere als Sammlerobjekte gelten, sollte man Sie nicht aufheben und keinesfalls in die Tasche stecken, da ihr Pfeile auch Kleidung durchdringen.


Steinfisch

Dieser Fisch sieht wirklich aus wie ein Stein und gehört zur Gruppe der Skorpionsfische, die alle giftig sind. Sie lauern am Meeresgrund auf Beute und haben an ihrem Körper eine Reihe von Stacheln, von denen einige ein sehr starkes Gift enthalten. Der Steinfisch ist der giftigste Fisch überhaupt, der sein Gift abgibt, wenn man auf ihn drauf tritt, oder Druck auf die Stacheln ausübt.

Die Symptome einer Vergiftung sind extremer Schmerz, Blasenbildung an der Einstichstelle, Lähmungen, Atemprobleme, Schwindel, Erbrechen und im schlimmsten Fall Tod durch Herzversagen. Der beste Schutz ist, festes Schuhwerk anzuziehen und darauf zu achten, wo man hintritt. Wird man trotzdem gestochen, sollte man den Stachel rausziehen und die Wunde mit sehr heißem Wasser abspülen. Das heiße Wasser läßt die Gifteiweiße gerinnen und sorgt so für einen verlangsamten Gifttransport. Der Effektivität dieser Methode ist aber nicht vollkommen zu vertrauen und so ist die Aufnahme einer der zahlreichen Gegenmittel bei einem Arzt der sicherste Weg.


Quallen

In Australien sind gleich mehrere sehr giftige Quallen beheimatet. So zum Beispiel auch die Seewespe (Box Jellyfish), die man als das vielleicht giftigste Meerestier überhaupt bezeichnen kann. Diese Würfelquallen können einen Menschen innerhalb weniger Minuten töten und verursachen jährlich doppelt so viele Todesfälle wie Haie weltweit. Im mittleren und nördlichen Queensland sowie im Northern Territory sind zwischen Oktober und Mai viele Strände gesperrt und Baden ist nur an gesicherten Stränden oder mit Neoprenanzügen ratsam. Eine andere zur selben Zeit auftretende Qualle ist die Irukandji Qualle (Irukandji Jellyfish), die ebenfalls schwere Vergiftungen auslöst.

Wird man von einer Qualle genesselt, sollte man die auf der Haut verbliebenen Tentakeln mit Essigsäure entfernen. Vier- bis sechsprozentiges Essigwasser sorgt dafür, dass die Essigkapseln inaktiviert werden, Kratzen Sie die verbliebenen Tentakeln auf keinen Fall ab, weil dies unweigerlich zu einer Entladung der restlichen Nesseln führt.


Portugiesische Galeere

Diese zu den Staatsquallen gehörende Tierart ist keine Qualle im engeren Sinne, sondern gehört zu den koloniebildenden Polypen. Durch einen Sack, gefüllt mit CO2 und N2, erhält das Tier Auftrieb und treibt so an der Meeresoberfläche. Die Gefahr lauert aber unter der Wasseroberfläche. Unter der Blase hängen etwa 15m (im Sonderfall bis 50m) lange Fangarme mit Nesselkapseln, die bei Berührung ein starkes Gift abgeben, das im schlimmsten Fall zum Herzstillstand führen kann, aber auch so sehr schmerzhafte Verbrennungen verursacht.

Man sollte hier auf keinen Fall versuchen, die Tentakel mit Essigsäure abzuwaschen, da diese bei der Galeere nur ein Platzen der Nesselkapseln und damit ein weiteres Entladen zur Folge hat.

Den gleichen Effekt hat Süßwasser, welches ebenso wenig genommen werden sollte. Waschen Sie die Tentakel mit Salzwasser ab, oder bedecken Sie sie mit trockenem Sand, welchen Sie dann zusammen mit den Tentakeln abwaschen können.


Haie

In den Gewässern rund um Australien leben viele dieser Jäger. Jedes Jahr kommt es zu einigen Angriffen, die fast ausschließlich auf Verwechslungen zurückzuführen sind. Laut ISAF (International Shark Attack Files) gab es 2006 gerade mal 7 Angriffe, von denen auch nur einer tödlich war. In fast allen Fällen ließ der Hai von seinem Opfer ab, als der die Verwechslung bemerkte. Bedenkt man die Zahl von Schwimmern, die jedes Jahr in Australien baden, ist die Gefahr, von einem Hai gebissen zu werden, also verschwindend gering.

  • Am größten ist das Risiko für Surfer, die von unten wie Robben aussehen, die die bevorzugte Beute der Weißen Haie darstellen.
  • Haie, besonders die hoch gefährlichen Bullenhaie, jagen gerne in trübem Wasser, nahe der Flussmündungen.
  • Die Dämmerung ist die Hauptjagdzeit der Haie
  • Raubtiere greifen in der Regel isolierte Tiere an. Baden in der Gruppe bietet deshalb auch einen großen Schutz.


An Stränden, die Schildkröten zur Eiablage dienen, ist das Baden besonders während der Saison, wo die Schildkröten an die Strände kommen, mit Risiko behaftet. Große Haie, wie die Tigerhaie jagen Schildkröten und verwechseln diese leicht mit Schwimmern.

Viele Angriffe erfolgen während des Speerfischens, wenn sich durch die aufgespießten Fische viel Blut im Wasser befindet.

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