Urlaub mit kleinen Kindern

„Wir gehen nach Kretatien“

Urlaub mit Kindern – wie kommt man entspannt ins Reiseland? Mit dem Flieger, der Bahn oder dem Auto? Jede dieser Beförderungsmöglichkeiten hat ihre Vor- und Nachteile, ist aber dennoch mit Kind gut zu bewältigen.

„Wir gehen nach Kretatien. Mit dem Flugzeug. In Urlaub.“ Dem dreijährigen Jonah sprudeln die Urlaubspläne seiner Eltern nur so aus dem Mund. Zu seiner Vorfreude gesellen sich aber auch Aufregung und bange Fragen. „Kann mein Bett mit? Bleiben wir für immer da?“. Gut, wenn die Eltern im Vorfeld der Reise beruhigende Antworten geben können, damit die Freude überwiegen kann. Und eine gute Reiseplanung gehört natürlich ebenfalls dazu.

Dass die Eltern von Jonah im Sommer verreisen, steht fest. Sie waren mit ihm schon unterwegs, da war er noch ein Baby. Elternsein bedeutet ja nicht, dass die Reiselust verschwindet und man höchstens bis zum nächst gelegenen Badesee verreist. Sie hielten es bei diesem Thema genauso, wie mit dem Spruch übers Wetter: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsch angezogenen Menschen. Demzufolge: Es gibt keinen schlechten Urlaub mit kleinen Kindern, nur schlecht vorbereitete Reisen. Deshalb haben sie sich gründlich auf die Ferien in "Kretatien" vorbereitet. Tatsächlich geht es in diesem Jahr nach Kreta; im vergangenen war Kroatien das Reiseziel. Das kann man schon mal zusammenschmeißen.

Beide Reiseziele sind mit ihren gemäßigten Temperaturen ideal für kleine Kinder. Extreme Hitze vertragen sie meist eben so wenig wie hohe Luftfeuchtigkeit. Nach Kreta ist die Familie geflogen; nach Kroatien geht es mit dem Auto. Beide Reisemöglichkeiten haben Vor- und Nachteile, sind aber dennoch mit Kind gut zu bewältigen.

Mit dem Flieger in den Urlaub

Fliegen mit Kindern ist auf kurzen Strecken recht unproblematisch. Man kann den Nachwuchs mit dem Kinderwagen bis zum Flugzeug schieben; erst dort übergibt man den Kinderwagen dem Personal. Manchmal muss man den Wagen selbst zusammenklappen: Dann ist es besser, man hat eine zweite Person dabei, die derweil das Kind halten kann. Familien mit Kindern steigen immer als Erstes ein, so dass der schmale Gang zum Sitzplatz nicht durch Gepäckverstauende Reisende verstopft ist.

Bei vielen Fluggesellschaften reisen Kinder bis zum ersten bzw. zweiten Lebensjahr umsonst oder für zehn Prozent des Flugpreises. Sie haben dann allerdings keinen eigenen Sitzplatz, sondern sitzen auf dem Schoß von Mama oder Papa. Das ist bei kurzen Flügen auszuhalten, bei längeren problematisch, ist der Knirps kein Baby mehr. Ein Sicherheitsrisiko, sollte es zu Turbulenzen kommen, ist diese Praxis allemal. Gegen Aufpreis bieten viele Fluggesellschaften Kinderrückhaltesysteme an.

An Bord ist dann das gesamte Repertoire an Beschäftigungsmöglichkeiten gefragt. Beim Fliegen muss sich die Familie zudem mit dem Gepäck einschränken – somit war Jonahs Frage nach dem Bett, das mit soll, auch geklärt. Der unschlagbare Vorteil beim Fliegen ist die Zeitersparnis, zu bedenken sind die hohen Preise.

Mit dem Auto in den Urlaub

Nach Kroatien ging es mit dem Auto. Jonahs Eltern entschieden sich, die tausend Kilometer von Berlin aus über Nacht zu fahren. Abfahrt abends 20 Uhr – Ankunft nach 13 Stunden Fahrt gegen 9 Uhr. Die Mitfahrer waren ausgeruht – nur der Fahrer haute sich erst einmal aufs Ohr. Jonah verschlief die Fahrt, wachte gegen 7 Uhr auf. Die restlichen zwei Stunden verbrachte er mit Frühstücken, Kassette hören (unbedingt mit Kopfhörern!) und Rausgucken. Somit war die Anreise für die Eltern ziemlich entspannt.

Weitere Vorteile einer Fahrt mit dem Auto: Es gibt viel Platz fürs Gepäck und die Familie ist am Urlaubsort mobil. Bei großer Hitze sollte man den Kindern ein Handtuch auf den Kindersitz legen, damit sie nicht so schwitzen. Mit einer Nackenstütze schläft es sich bequemer und ein Rollo schützt vor der Sonne. Notfalls lässt sich auch eine Stoffwindel oder ein Handtuch als Schattenspender verwenden. Reiseproviant und starken Kaffee für den Fahrer nicht vergessen!  

Jonah und sein jüngerer Bruder sind erfahrene Bahnfahrer – die Oma wohnt 700 Kilometer weit weg und da beide ungeduldige Automitfahrer sind, hat sich die Mutter meist für eine Anreise per Bahn entschieden. Entspannend war das allerdings selten. Deshalb stehen für den Urlaub nur Auto oder Flieger zur Debatte.

Heidrun Berger

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