Sicherheit und Datenschutz im Internet
Safer Internet Day 2010

Bei digitalen Technologien muss die Sicherheit der Benutzer gewährleistet sein. Viele persönliche Daten verbreiten sich im Internet ohne das Wissen der Benutzer. Beim Safer Internet Day 2010 diskutierten Fachleute über Möglichkeiten der Erhöhung der Datensicherheit.
Das Internet stellt für viele Menschen einen neuen Lebensraum dar. Für die Nutzung einiger Online-Dienste ist die Angabe von persönlichen Daten Voraussetzung, etwa bei Foren und Communities oder beim Online-Banking und Online-Shopping. Viele Benutzer machen sich dabei wenig Gedanken über die Sicherheit ihrer Daten.
Safer Internet Day 2010
Ein großes Anliegen von Verbraucherpolitik und Wirtschaft sind Vertrauen, Schutz und Datensicherheit in der digitalen Welt. Nur durch das Nutzen von Daten können alle Beteiligten von innovativen Angeboten profitieren.
Fachleute des Bundesverbraucherministeriums und des IT-Branchenverbandes Bitkom debattierten im Februar 2010 beim Safer Internet über diese Thematik. Es bestand Einigkeit darüber, dass das Datenschutzrecht noch nicht ausreichend der digitalen Entwicklung angepasst sei.
Das Prinzip, dass persönliche Angaben nur mit Zustimmung der Benutzer weitergegeben werden dürfen, müsse man stärken. So müsse es weiterhin möglich sein, seine Daten wieder zu löschen. Auch sollen die Betroffenen ohne große Umstände deren Weitergabe verhindern können.
Studie zu persönlichen Daten
2009 haben 40 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren persönliche Informationen wie Profile, Fotos und Texte online veröffentlicht. Dies beruht auf einer Forsa-Umfrage. Im Jahr davor handelte es sich um nur 23 Prozent. Von allen Internetusern sind 60 Prozent Communities zugehörig, bei 14- bis 29-jährigen sind es sogar 90 Prozent.
Einige der Internetnutzer machen bewusst falsche Angaben, um ihre Anonymität zu wahren oder um sich den häufigen Abfragen ihrer Daten zu widersetzen. So geben 25 Prozent der User ab 14 Jahren falsche Daten ein. Dies entspricht etwa 12 Millionen Deutschen.
Es ist jedoch noch immer nötig, Internetnutzer darüber zu informieren, wie sie online sicherheitsorientierter mit der Angabe von persönlichen Daten umgehen können. Insbesondere junge Menschen sind sich den damit verbundenen Risiken oft nicht bewusst. Zur Aufklärung von Jugendlichen über mögliche Folgen, hat das Bundesverbraucherschutzministerium die Kampagne „watch your web“ ins Leben gerufen. Die Homepage präsentiert unter anderem Filme, einen „Web-Test“, Tipps für mehr Sicherheit im Internet und Aktionen.
Tipps
Beim Umgang mit persönlichen Daten gilt es, auf den Schutz der Privatsphäre zu achten. Der Großteil der Daten bleibt zeitlich unbegrenzt erhalten und auffindbar. Falls vollständige und wahrheitsgemäße Angaben nicht nötig sind, sollte man daher Namen, private Adressen und Telefonnummern nicht preisgeben.
Es empfiehlt sich, nur Angaben zu machen, die für die Nutzung der jeweiligen Internetseite obligatorisch sind. Dies erfolgt durch das Ausfüllen sogenannter „Pflichtfelder“. Das Verwenden durchdachter Passwörter und aktueller Sicherheitsprogramme für den Computer sind ebenfalls ratsam.
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