Zwischen Herausforderung und Chance

Patchwork-Familien – ein zusammengewürfelter Haufen

Patchwork-Familien – ein zusammengewürfelter Haufen

Patchwork-Familien gelten als Familienmodell der Zukunft. Laut Bundesfamilienministerium waren 2010 knapp 14 Prozent aller Familien zusammengewürfelt. Es ist normal geworden, nicht mit dem leiblichen Vater oder der leiblichen Mutter zusammen zu leben.

„Mama ist meine Mama. Papa ist mein Papa, aber er hat mich nicht gemacht. Meine große Schwester ist meine Schwester. Mein kleiner Bruder ist mein Bruder, aber wir haben nicht die gleiche Mama. Und das Baby haben wir alle adoptiert.“ In Patchwork-Familien sind die Verwandtschaftsverhältnisse oft verzwickt. Und auch das Miteinander ist nicht immer einfach. Dennoch leben immer mehr Familien in dieser Konstellation.

Was nicht heißt, dass die neue Familienform auch funktioniert. Patchwork ist eine Herausforderung. Für alle. Für die Kinder ist es oft schwer, den neuen Partner von Mama oder Papa zu akzeptieren. Und für den neuen Partner, sich in ein eingespieltes Team zu integrieren. Alle Beteiligten müssen das Zusammenleben erst lernen. Sich an neue Mütter und Väter gewöhnen. Und diese müssen sich an fremde Kinder gewöhnen. Erschwerend kommt hinzu: Stiefeltern und Stiefkinder haben einander nicht ausgesucht, sind nicht von Geburt an zusammengewachsen.

Viele Patchwork-Familien scheitern: Wenn die leiblichen Eltern sich streiten und die Kinder benutzen, um sich am ehemaligen Partner zu rächen. Wenn sie nicht bereit sind, den neuen Partner an der Erziehung der Kinder mitwirken zu lassen. Wenn die neuen Partner denken, dass es nur ein paar Änderungen bedarf und das Ganze funktioniert. Wenn er andere Vorstellungen davon hat, wie ein Junge oder ein Mädchen zu sein hat. Wenn die Kinder immer an erster Stelle stehen und er es in der zweiten Reihe nicht aushalten kann.

Oder wenn die Kinder trotzig auf die neue Beziehung reagieren, sich nicht einlassen können und stänkern, wo sie nur können. Wenn sie mit dem neuen Partner nicht klar kommen, die Chemie nicht stimmt. Wenn die Kinder nicht lernen, dass sich nicht alles um sie dreht; wie sie es vielleicht bisher gewohnt waren, als sie allein mit einem Elternteil lebten.

Besonders die Beziehung zwischen Kind und Stiefvater gestaltet sich oftmals schwierig. Das fand das Deutsche Jugendinstitut heraus. Das Kind sähe durch den Stiefvater seine enge Beziehung zur Mutter bzw. zum leiblichen Vater bedroht. Noch schwieriger ist oftmals die Beziehung zu einer Stiefmutter. Schon in den Märchen taucht sie immer in Verbindung mit dem Wort „böse“ auf. 

Und trotzdem schaffen es Stiefmütter, zwischen Putzen, Wäschewaschen und Essen machen eine gute Ersatz-Mutter zu sein. Und gelingt es Stiefvätern, der Spagat zwischen der Liebe zur neuen Partnerin und der Eifersucht auf deren Kind zu meistern.

Auch in „normalen“ Familien geht es nicht immer harmonisch zu. Gibt es Streit, Rangeleien, Gewissenskonflikte. Kinder aus funktionierenden Patchwork-Familien gehen oftmals gestärkter ins Leben. Sie stehen Neuem offener gegenüber, trauen sich mehr zu. Haben gelernt, sich zu arrangieren. Haben erfahren, dass es Familienglück nicht frei Haus gibt.

Heidrun Berger

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