Zubettgehzeit im Sommer

„Es ist noch hell, warum muss ich schon ins Bett?“

Helle und warme Sommerabende bereiten Kindern oft Probleme beim Einschlafen.

Im Sommer ist es abends länger hell und die Nächte sind warm. Das bereitet Kindern oft Probleme. Sie können schlecht ein- und durchschlafen. Ausnahmen von der üblichen Zubettgehzeit und nasse Tücher vor den Fenstern können Abhilfe schaffen.

„Es ist noch hell, warum muss ich schon ins Bett?“ – diese Frage hören Eltern im Sommer häufig. Wie bekommt man die Kleinen dennoch in die Koje? Klar kann man das Kinderzimmer abdunkeln – Rollo runter, Vorhänge zu. Aber unsere Kinder sind ja nicht doof. Sie wissen dennoch, dass es draußen noch hell ist.

Um allabendliche Diskussionen zum Thema zu vermeiden, sollte es auch im Sommer bei der vereinbarten Zubettgehzeit bleiben. Denn: Wenn die Zeiten klar geregelt sind, können Ausnahmen gemacht werden. Und das heißt, dass die Kinder im Bett noch länger als sonst vorgelesen bekommen, selber lesen oder eine CD hören dürfen. Oder sie dürfen länger aufbleiben und das Grillfest bis zum Ende miterleben. Und dann ist es schon nicht mehr so hell oder der Sprößling ist so müde, dass es trotzdem einschläft. 

Wichtig ist, dass der Gesamtschlaf nicht zu kurz kommt – sonst hat man am nächsten Tag schlecht gelaunte oder überdrehte Kinder. Im Urlaub kann man den fehlenden Nachtschlaf mit einem Mittagsschläfchen kompensieren.

Wie viel Schlaf braucht ein Kind?

Je älter die Kinder werden, umso weniger Schlaf brauchen sie.

  • Baby(bis zu 12 Wochen alt): 16 bis 18 Stunden
  • Baby (4 bis 24 Monate alt): 13 bis 15 Stunden
  • Kleinkind (1 – 4 Jahre): zirka 12 Stunden
  • Kindergartenkind (5 – 6 Jahre): zirka 11 Stunden
  • Schulkind (7 – 9 Jahre): 10 bis 11 Stunden

Abweichungen von bis zu zwei Stunden sind normal.

Wenn die Nächte zu warm sind

Für ganz kleine Kinder ist das Einschlafen meist kein Problem, denn sie lassen sich noch durch einen abgedunkelten Raum „überlisten“. Die Wärme im Kinderzimmer macht ihnen viel mehr zu schaffen. 
Kuscheltiere, Kuschelkissen oder –decken, selbst Stillkissen sollten in warmen Sommernächten aus dem Kinderbett ausziehen. Sie geben zusätzliche Wärme ab. Auch Polsterungen am Gitterbett sollten entfernt werden, denn sie  verhindern, dass die Luft zirkulieren kann.
Bei älteren Kindern sollten Computer oder Fernseher zumindest abends und nachts ausgeschaltet bleiben, denn sie sind wahre Wärmequellen. Am besten noch, sie werden aus dem Kinderzimmer entfernt.
 
Tagsüber Fenster schließen


An heißen Sommertagen sollten die Fenster des Kinderzimmers geschlossen und das Rollo unten bleiben. So bleibt die Hitze draußen. Kurz vor dem Schlafengehen dann lüften und erst nachts, wenn es sich draußen abgekühlt hat, das Fenster öffnen. Nicht vergessen: Fliegengitter gegen Mücken und Co. anbringen.

Ein Ventilator kann ebenfalls gute Dienste leisten, um kurz vor dem Zubettgehen die Temperatur im Kinderzimmer erträglich zu machen.  
Ist es immer noch zu heiß im Kinderzimmer, können feuchte Hand- oder Betttücher für ein kühleres Klima sorgen. Sie werden nachts vor das geöffnete Fenster oder auf einen Wäscheständer gehängt.

Leichte Schlafsachen für Babys

Was bei Kleinkindern im Sommer üblich ist – leichte Schlafanzüge anziehen oder nur die Unterhose anbehalten – ist bei Babys nicht selbstverständlich. Eltern haben immer Sorge, der Winzling könnte sich verkühlen. Dennoch gilt auch für ihn: Er braucht nicht mehr als die Großen. Söckchen, Mützchen und Schlafsack können weggelassen werden, ein kurzärmliger Body reicht aus.

Wer unsicher ist, ob sein Kind richtig angezogen ist, macht den Nackentest. Ein warmer Nacken bedeutet, dass alles in Ordnung ist. Ein verschwitzter Nacken zeigt, dass es dem Kind zu warm ist. Kalte Hände und Füße sind übrigens keine guten Parameter, denn bei Babys funktioniert die Wärmeregulation noch nicht so gut. Deshalb können Hände und Füße kalt sein, obwohl mit der Körpertemperatur alles in Ordnung ist 

Heidrun Berger

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