Pilotprojekt Mehrgenerationenhaus

Großfamilie als Erfolgsmodell

Mit veränderten Familienstrukturen schwindet immer mehr der Austausch zwischen den Generationen. Eine Familienidentität im Sinne der klassischen Großfamilien soll das Konzept der Mehrgenerationenhäuser bieten.

Fest steht, dass die Erfahrung der älteren Generation für die mittlere und jüngere Generation oft ungenutzt bleibt. Eine Familienidentität, im Sinne der klassischen Großfamilien, bietet, wenn auch nicht blutsverwandt, das Konzept des Mehrgenerationenhauses.


Was ist ein Mehrgenerationenhaus?

Ein Mehrgenerationenhaus ist nicht nur ein Ort, sondern auch eine innovative Idee diesen Trend der Generationsentfremdung entgegenzutreten. Eine Aktionsprogramm der Bundesregierung, unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministern Ursula von der Leyen, unterstützt und fördert bundesweit jährlich bis zu 40.000 € pro Haus, das regionale Netzwerke von familienunterstützenden Dienstleistungen aufbaut. Diese Dienste erstrecken sich vom Wäscheservice oder Computerkurs über die Leih-Oma bis hin zum Mittagstisch für Schulkinder.

Die leitende Idee ist jedoch, dass die Mehrgenerationenhäuser untereinander ein Netzwerk aufbauen, in dem sie sich austauschen und voneinander lernen. Auch Außenstehende, die sich für das Projekt interessieren, sollen so leichten Zugang zu Anregungen bekommen. Im einzelnen kann die Umsetzung natürlich sehr unterschiedlich sein. Grundsätzlich gilt jedoch das private und häusliche Anliegen der Bewohner nach außen zu tragen und so auf die Wünsche und Bedürfnisse Derer gemeinsam eingehen zu können.


Wieso ein Mehrgenerationenhaus?

Es geht um zweierlei: Erstens, älteren Menschen die Gelegenheit zu geben Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Zweitens, Kinder im Alter ab sechs Monaten zu betreuen. Für berufstätige Eltern sind besondere Plätze reserviert. Die unterschiedlichen Aufgaben werden stets nach Kompetenzen verteilt und, wie sich in den vielen Beispielhäusern zeigte, sind es oftmals die Menschen aus der Nachbarschaft die Expertise mit sich bringen. Einer der leidtragende Ideen ist das Einrichten und Betreuung eines Internetcafés, indem junge und alte Menschen sich gegenseitig helfen können (die Jungen den Älteren durch das Medium Computer, die Älteren den Jungen durch Inhalte formulieren).

Freiwillige werden in den Mehrgenerationenhäusern sehr ernst genommen – sie arbeiten mit den Festangestellten auf „gleicher Augenhöhe“. Darüber hinaus schaffen die Häuser ein Klima der Anerkennung für das Ehrenamt. So sollen sie die Menschen dazu motiviert werden, sich bürgerschaftlich zu engagieren. Dennoch können die Mehrgenerationenhäusern nicht auf Hauptamtliche verzichten, denn sie garantieren verlässliche Strukturen und Abläufe die von Nöten sind damit sich ein Mehrgenerationenhaus sich weitgehend selbstständig verwalten lässt.

Etwa zehn Prozent der Einrichtungen sind in städtischer oder kommunaler Trägerschaft organisiert, etwa das doppelte werden von kirchlichen Organisationen betrieben. Engagiert sind in diesem Bereich nicht nur die beiden großen konfessionellen Trägern Caritas und Diakonie, sondern auch eine Reihe von kleineren und regionalen Trägern. Hilfsorganisationen wie die Arbeiterwohlfahrt, der Arbeiter-Samariter-Bund, das Deutsche Rote Kreuz oder SOS-Kinderdörfer ermöglichen insgesamt etwa zehn Prozent der Einrichtungen. Über die Hälfte aller Mehrgenerationenhäuser gründet sich jedoch auf einzelne, private Initiativen. (dys)

Dylan Scott

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