Ästhetische Chirurgie bei Kindern

Der Wahnsinn mit der Schönheit

Schönheit ist relativ und Geschmäcker sind verschieden. Dennoch wollen viele Jugendliche eine Schönheitsoperation. Dass solche Eingriffe viele Risiken bergen, scheinen sie dabei zu auszublenden.

Laut unterschiedlichen Berichten der Medien und der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie in Deutschland (GÄCD) sollen im Jahr mehr als 100.000 Patienten, bei denen eine Schönheitsoperation durchgeführt wird, unter 20 Jahre alt sein.

Deutschland landete im Jahr 2004 schon auf Platz sechs unter den Staaten mit den meisten Schönheitsoperationen. Spitzenreiter waren die USA, gefolgt von Mexiko und Brasilien.

16-jährige, die sich die Lippen aufspritzen lassen wollen, 17-jährige, die sich eine Fettabsaugung wünschen und 18-jährige, die sich zum Abitur eine Brustvergrößerung wünschen. Dies gehört auch in Deutschland inzwischen durchaus zum Berufsalltag plastischer Chirurgen. Dennoch sind Brustvergrößerungen oder Nasenkorrekturen in Deutschland aber relativ selten. Die meisten Schönheitsoperationen sind oft nur klein, wie beispielsweise das Anlegen von Ohren.


Wenn ich erstmal gut aussehe, wird mein Leben besser

Oft wird gemeint, dass Menschen, die dem Schönheitsideal entsprechen beliebter sind, mehr Freunde haben und leichter einen Job bekommen. Menschen, die dagegen nicht den Ideal entsprechen werden diskriminiert oder ausgeschlossen. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen kann man das tatsächlich häufiger beobachten, meist wenn sie sich in der Pubertät befinden.

Oft spielt bei dem Wunsch nach einer Schönheitsoperation der Druck der Gleichaltrigen eine große Rolle. Hänseleien können sich auf das psychische Wohlbefinden auswirken und den Wunsch nach einer massiven Veränderung noch vergrößern.

Jugendliche, die nicht dem aktuellen Schönheitsideal entsprechen, fühlen sich oft minderwertig, was sich darin auswirken kann, dass über eine Schönheitsoperation nachgedacht und sich eine gewünscht wird.

Mädchen sehen sich zwar kritischer, doch auch für Jungen ist die Beschäftigung mit dem eigenen Körper sehr wichtig. Dennoch ziehen vor allem Mädchen eine chirurgische Operation in Betracht, um den eignen Körper zu verschönern, sei es sich gerne Fett absaugen oder die Nase richten zu lassen.


Pubertät und Werbung

Die Attraktivität spielt im zunehmendem Alter der Pubertierenden eine wichtige Rolle. Auch im Alltag wird auf die äußere Erscheinung und das Aussehen viel Wert gelegt. 

Kinder und Jugendliche stehen so unter einem großen Druck. Doch durch eine Operation erlangt man nicht jeden Traum, denn es lässt sich nicht alles beliebig formen und das Selbstbewusstsein meist schon mal gar nicht.

Vor allem die Medien haben einen großen Einfluss auf Kinder und Jugendliche. Sie vermitteln einem, dass in jedem eine Schönheit steckt und mit einer Operation alles möglich sei. Der Markt wird überschwemmt von Fernsehshows und Dokumentationen über Menschen, die bei sich Schönheitsoperationen vornehmen lassen.

Die Makellosigkeit dominiert unseren Alltag und unser Denken. Aber mit der Realität hat Makellosigkeit nichts zu tun. Einen Menschen machen doch seine Ecken und Kanten aus, niemand ist perfekt und zudem sind Schönheitsoperationen risikoreich.

Die Werbung, Medien und Filme sagen uns wie wir auszusehen haben, dabei wird meist alles mit Photoshop bearbeitet. Die Makel der Models auf Werbeplakaten sind alle retuschiert worden, um uns dazu zu bringen die Schönheitsprodukte zu kaufen. Aber auch die scheinbar Perfekten haben ihre Schwachstellen.

Jugendliche, die sich in der Pubertät befinden, sind für die Aussagen, die uns unter anderem die Werbung vermittelt, sehr empfänglich. Während der Pubertät macht der Körper einige Veränderungen durch und nicht jeder kann sich gleich damit abfinden bzw. sich daran gewöhnen, dass sich etwas ändert. 

Doch die Unzufriedenheit gehört zum Erwachsen werden dazu. Ebenso wie die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper, die meist kritisch ausfällt. Dieses sind wichtige Faktoren auf dem Weg zur eigenen Identitätsfindung.

Die Probleme, die manche Jugendliche haben, können jedoch meist nicht durch eine Operation gelöst werden. Im Vordergrund steht es das Selbstwertgefühl zu steigern, wobei die Eltern als wichtige Unterstützung dienen.

Manuela Perrakis

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