Im Restaurant mit Kindern

Der Kampf mit den Nudeln

Omi hat Geburtstag. Sie hat die ganze Familie in ein nettes italienisches Restaurant eingeladen. Hört sich gut an. Könnte also ein netter Abend werden, wenn der Kleine nicht plötzlich einen Kampf mit den Nudeln aufnehmen würde.

So ein Restaurantbesuch ist doch eigentlich eine feine Sache. Leckeres Essen und man muss nachher noch nicht mal selber aufräumen. Super! Nur gestaltet sich oftmals alles ein wenig anders, wenn man ein kleines Kind dabei hat. Zumal die meisten Kinder auf Kriegsfuß mit dem geschätzten Freiherrn von Knigge stehen. Ist aber auch spannender die Nudeln mit den Händchen statt mit Essbesteck in den Mund zu befördern.

Manschen und Panschen

Nahrungsmittel sind zum Essen da. So sehen es zumindest Erwachsene. Ist ihnen noch nicht aufgefallen, das die Konsistenz mancher Nahrungsmittel erstaunliche Ähnlichkeit mit Sand oder Lehm hat? Und was macht man mit Sand und Lehm? Na klar, Burgen bauen! Und was macht man, wenn der Sand nicht schnell geliefert wird? Na klar, schreien! Im Restaurant ist es oftmals besonders unangenehm, wenn das Kind auf den Putz haut. Schließlich wollen die anderen Gäste ihren Aufenthalt auch genießen und es ist den Eltern peinlich, dass sich ihr Kind so daneben benimmt.

Präventivmaßnahme

Restaurant ist nicht gleich Restaurant. Nicht nur in Bezug auf die Qualität des Essens und des Ambientes, sondern auch bezüglich ihrer Kindertauglichkeit. Viele Restaurants haben sich speziell auf die Bedürfnisse von Familien eingestellt. Es ist daher sinnvoll, im Vorfeld ein solches Restaurant auszusuchen. Auch die übrigen Gäste wissen dann, worauf sie sich eingelassen haben. Besonders empfehlenswert ist es, wenn das Lokal schön gelegen ist. Sind die Kinder unruhig, kann man ihnen erlauben, draußen ein wenig herumzutollen.

Hat man dann ein entsprechendes Restaurant gefunden, empfiehlt es sich, einen geeigneten Tisch auszusuchen. Nicht unbedingt in der Mitte, sondern irgendwo im Hintergrund. So wird das eventuell aufgeführte Kindertheater eher zu einer Privatvorstellung.

Die lästige Zeit des Wartens

Hunger macht ungeduldig und quengelig, vor allem Kinder. Um die Zeit des Wartens zu verkürzen, sollte man die Kinder beschäftigen. Oder man sorgt dafür, dass es sich selber beschäftigt, beispielsweise indem man Malutensilien einpackt. Während das Kind friedlich malt, können sich die Eltern endlich mal wieder entspannt mit Omi unterhalten. 

Flughafen Kindermund

Nun kommt allerdings das Essen und Probleme der anderen Art gleich mit. Das Kind manscht und panscht, hat plötzlich keinen Hunger und will sich schon gar nicht füttern lassen. Manchmal lässt es sich spielerisch überlisten: Die Gabel wird zum Helikopter, das Essen zur wertvollen Fracht und der Kindermund zum Flughafen. Schwuppdiwupp ist die Fracht abgeliefert und befindet sich nun schon auf dem Weg ins Hauptlager, auch Magen genannt.

Wenn das Kind dann trotz allem doch noch Rabbatz macht, ja dann, dann hilft nur noch stoisches Ausharren. Falls die anderen Gäste gereizt herüber schielen am besten nett zurück lächeln. In jedem Fall empfiehlt es sich, Ruhe zu bewahren. Im Restaurant sollte einem das ein wenig leichter fallen, denn was war noch gleich ein Vorteil eines Restaurantbesuchs? Richtig, man muss zumindest nachher nicht selber aufräumen.

Claudius Berendes

Das Kind Kind sein lassen

Freiheiten für Zuhause und Draußen

Die meisten Kinder haben heutzutage zu wenig oder falsche Freiheiten. Zwar bekommen sie früh ein Handy oder ein Tablet und einen Computer geschenkt und können sich in virtuellen Welten verlieren, sobald es aber etwa ans Herumstreunen im Haus oder draußen in der Natur geht, bekommen es viele Eltern mit der Angst zu tun.   [mehr...]


Erziehung zur Selbständigkeit

Unabhängigkeit im Alltag – Erziehung endet erst mit 18

Wirklich selbstständig ist man nur dann, wenn man sich nie auf andere verlassen muss. Aus diesem Grund ist es nie zu früh, dem Nachwuchs Tricks und Kniffe des Erwachsenenlebens beizubringen.  [mehr...]


Kindgerecht statt Mini-Me

Modische Erziehung: Was und wie viel ist okay?

Kinderkleidung gibt es ohne Ende. Wie aber ist ein Kind zu kleiden und was, wenn es im Zuge des Trotzalters beginnt, sich gegen die herausgelegte Kleidung zu wehren und stattdessen selbst wählen will, was es trägt?  [mehr...]