Kinder und das Internet

Das Netz hat viele Löcher

Für viele Kinder ist das Internet ein alltäglicher Begleiter, der aber auch seine Schattenseiten hat. Zahlreiche Seiten mit problematischem Inhalt erfordern Aufmerksamkeit und Schutzmaßnahmen der Eltern.

Häufig sehen sowohl die Kinder als auch ihre Eltern nur die positiven Seiten des Internets, dass den Kinder vielfältiges Material für Schulaufgaben, unzählige Chats und alle möglichen Informationen rund um Sport, Freizeitaktivitäten, Stars und andere Themen bietet.

Neben den Informations- und Austauschseiten, lockt das Internet mit Song- und Spieldownloads, sowie zahlreichen Shopping- und Gewinnspielmöglichkeiten nicht nur Erwachsene sondern schon die ganz Kleinen an den Bildschirm.

Viele Eltern, die ihren Kindern das Internet zugänglich machen, begründen ihre Entscheidung damit, dass diese ihr Wissen durch die große Menge an verfügbaren Informationen erweitern kann. Durch den uneingeschränkten Zugang zum Internet wird das Surfen im Internet für eine Vielzahl der Kinder zu einer beliebten Freizeitaktivität. Sie verbringen Stunden vor dem Computer, wobei sie auch auf Seiten mit problematischen Inhalt gelangen können.


Die anonyme Gefahr

So nutzen neben „Anbietern“ pornografischer Darstellungen beispielsweise auch rechtsextremistische Gruppierungen die Plattform für ihre Propaganda. Auch so genannte Snuff-Videos, die gewalttätige Übergriffe und Misshandlungen sehr real zeigen sowie Anleitungen für das Bauen von Bomben und andere kriminelle Straftaten sind im Internet im Umlauf. Sie sind noch schwerer ausfindig zu machen und zu sperren als andere Seiten, da sie oft nur durch mündliche Propaganda bekannt sind.

Für Kinder bietet auch das Chatten besondere Anreize, da sie Gleichaltrige, Freude und Klassenkameraden im Chat zu jeder Tageszeit kontaktieren können. Vor allem der Chat mit Fremden wird von einigen Kindern unterschätzt. Sie finden es harmlos und eventuell auch spannend, sich als älter auszugeben und machen sich dabei die Anonymität der Chats zu Gute.

Doch gerade in dieser Anonymität liegt auch die größte Gefahr, denn woher weiß das Kind, dass sich hinter dem netten Jungen kein älterer Mann mit zwielichtigen Absichten verbirgt. Dieser versucht das Vertrauen des Kindes zu gewinnen, damit es ihm seine Adresse verrät, ihm ein Bild von sich schickt oder sich sogar zu einem Treffen überreden lässt.

Wie gefährlich solche Chats sein können, zeigen Berichte über die hohe Anzahl von Fällen, bei denen es zu sexuellen Belästigungen und Übergriffen in- und außerhalb des Chatrooms kam.

Milena Geiger

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