Sauberkeitserziehung

Von der Windel zum Töpfchen

Viele Eltern beschäftigen sich irgendwann mit der Frage, wann ihr kleiner Sprössling bereit ist, das Töpfchen zu benutzen und auf die Windel zu verzichten. Der Übergang ist für die Kinder ein großer Schritt in ihrer Entwicklung.

Eltern fragen sich, wie sie ihr Kind dabei am besten unterstützen können. In jedem Fall ist viel Geduld gefragt, denn jedes Kind ist anders und reagiert dementsprechend unterschiedlich. Es gibt kein pauschales Alter für die Sauberkeitserziehung eines Kindes. Oftmals ist es das Alter zwischen zwei und zweieinhalb Jahren, aber dennoch ist es nicht die Regel. Einige Kinder wiederum sind erst im Alter von vier Jahren soweit, die neuen Aufgaben rund um das Töpfchen begreifen und vor allem umsetzen zu können. Es ist wichtig, nicht zu früh mit der Abgewöhnung der Windel zu beginnen, denn sonst versteht das Kind den Gang aufs Töpfchen nicht und der Prozess wird unnötig länger dauern.

Es gibt gewisse Anzeichen, die dafür sprechen, dass das Kleinkind bereit ist, ohne Windel sein Geschäft zu verrichten. Viele Kinder können den Druck auf der Blase bereits deuten und sprechen offen an, dass sie nun „Pipi“ müssen. In diesem Moment nehmen die Eltern die Windel ab und setzen ihre Kleinen aufs Töpfchen. Somit entsteht ein Gefühl für den Toilettengang und nach wenigen Übungen ist das Kind bereit, allein aufs Töpfchen zu gehen.

Missgeschicke bleiben nicht aus


Auch wenn der Sprössling mittlerweile fast sauber ist, geht eventuell ab und zu doch noch etwas in die Hose. Das ist kein Grund zur Besorgnis und gehört zur normalen Entwicklung des Sauberwerdens dazu. Bei solch einem kleinen Missgeschick empfiehlt es sich an erster Stelle ruhig zu bleiben. Manche Kinder bleiben über Wochen sauber und doch kommt es dann zu kleineren „Unfällen“, bei denen das Resultat eine nasse Hose ist. Am wichtigsten ist dabei, dem Kind keine Vorwürfe zu machen, egal wie die Situation gerade ist, denn fest steht, dass die Kinder es nicht machen, um ihre Eltern zu ärgern. Die Frage des „Warum“ sollte man somit eher vermeiden.

Die wenigsten Kinder machen absichtlich in die Hose und dementsprechend verstehen die Kleinen auch nicht, warum mit ihnen geschimpft wird. Das Schimpfen führt dazu, dass das Kind eine unbestimmte Angst davor bekommt, Fehler zu machen, was letzten Endes dazu führen kann, dass die Kinder das Sauberwerden sogar total verweigern. Drohungen und Schimpfen sind bei Missgeschicken also vollkommen unangebracht. Es sollte nicht fokussiert werden, sondern schnell behoben werden, indem das Kind so schnell wie möglich eine trockene Hose erhält, denn es fühlt sich selbst höchst unwohl in einer nassen Hose.

Tricks, die beim Sauberwerden des Kindes helfen


Im Folgenden werden einige Tricks des Sauberwerdens des Kindes auf einen Blick dargestellt:

  • Kleine Belohnungen sorgen bei den Kindern für gute Laune, sollte das Sauberwerden erfolgreich sein
  • Ein regelmäßiges Lob wirkt Wunder – Sätze wie „Was für ein großes Kind du schon bist“ spornen den Sprössling ungemein an
  • Verantwortung übergeben heißt, dem Kind das Töpfchen möglichst selbst zu überlassen, denn die Kinder lieben es, Dinge allein tun zu dürfen und damit zu beweisen, was sie alles können
  • Die richtigen Anziehsachen können den Prozess ebenfalls erleichtern, d.h., eine Latzhose ist eher ungünstig, denn das Kind tut sich sehr schwer, diese zu öffnen. Eine Hose, die man leicht herunterzeihen kann, ist für den Lernprozess des Sauberwerdens ideal.


Das Kind braucht in jedem Fall die volle Unterstützung seiner Eltern, denn dieser Schritt des Sauberwerdens ist ein ganz großer in ihrer Entwicklung. Ohne Druck und Zwang, sondern mit viel Geduld und Verständnis wird es dem Kind wesentlich leichter gemacht, in Zukunft auf die Windel zu verzichten.

Xenia Atanasovski

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