
Alle Eltern möchten die Entwicklung ihrer Kinder möglichst optimal fördern. Kreativität gehört zu den in diesem Zusammenhang viel genannten Eigenschaften. Wie kann man tatsächlich das eigene Kind anregen, kreativ zu werden?
Kreativität ist das neue Modewort. Kreativ zu denken ist mittlerweile zu einer der begehrenswertesten Eigenschaften geworden. Dabei bemüht man sich zunehmend, kreative Prozesse zu erforschen und dingfest zu machen, dennoch haftet dem Begriff eine gewisse Mystik an.
Längst beschränkt sich der Begriff „Kreativität“ nicht mehr auf die Künste im engeren Sinn. Kreativ zu sein heißt, neue Wege zu beschreiten, quer zu denken. Kreatives Denken kann in den verschiedensten Bereichen des Lebens nützlich sein kann.
Kreativität ist im Alltag allgegenwärtig
Man benutzt seine Kreativität, um einen Tisch zu decken, ein Bild zu malen, für eine Projektarbeit in der Schule genau wie für die Beantwortung einer unüblichen Kundenanfrage. Kreativität entsteht spontan, wenn man bekannte Denkmuster verlässt.
Entgegen der landläufigen Meinung gibt es Untersuchungen, die belegen, dass Intelligenz und Kreativität nicht Hand in Hand gehen. Ganz im Gegenteil – sie können sich sogar gegenseitig ausschließen.
Die meisten Kinder sind von Natur aus neugierig. Und von ganz allein finden sie überaus kreative Problemlösungen. Der nachfolgende Aha-Lerneffekt und das Erfolgserlebnis spornen sie weiter an.
Regel Nr. 1: Lassen Sie Ihr Kind selbst machen
Wichtig ist, dass man als Eltern diese natürlichen Vorgänge nicht unterbricht. Lassen Sie Ihr Kind so viel wie möglich selbst machen. Durch ihr Verhalten können Sie Ihr Kind motivieren, aber auch entmutigen. Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass Sie an es und seine Kreativität glauben. Loben Sie angemessen, d.h. nicht übermäßig, aber honorieren Sie Begabungen oder Bemühungen. Druck und Kritik kann Kreativität im Keim ersticken. Lassen Sie Ihren Kindern soviel Freiraum wie möglich. Halten Sie Langeweile der Kinder aus – darin steckt viel kreatives Potential.
Es hilft auch, als Eltern mit gutem Beispiel voran zu gehen. Lassen Sie doch mal Verstand und Vernunft beiseite und der Inspiration freien Lauf. Gestalten Sie doch mal bewusst Alltagsabläufe anders als sonst. Oder lassen sie sich auf ein Rollenspiel mit Ihrem Kind ein. Sie werden erstaunt sein, welche Einfälle Ihnen kommen werden.
Laut gegenwärtigem Stand der Forschung empfiehlt es sich außerdem, den Kindern bereits früh viele Sinnesreize (z.B. Töne, Gerüche, Farben) zu bieten. Das fördert die Vernetzung von Nervenzellen im Gehirn und gerade diese Verbindungen sind der Schlüssel zum Querdenken.
Es gibt einige Kinder, die sich selbst kaum etwas zutrauen und kreative Aufgaben zu kopfgesteuert und demzufolge mit mäßigem Erfolg angehen. Diese Kinder benötigen besonders viel Zuspruch und wohlmeinende Aufmerksamkeit.
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