Schwangerschafts-ABC

Drittes Trimester

Der letzte Abschnitt der Schwangerschaft ist meist der beschwerlichste. Der Bauch wird immer größer und schwerer. Es kann jetzt zu den ersten Übungswehen kommen. Ruhen Sie sich ruhig öfter aus und legen Sie die Füße hoch. 

Viele Schwangere plagen sich mit Wassereinlagerungen, Krampfadern und Rückenschmerzen. Auf der Arbeit stehen Ihnen zusätzliche Pausen zu. Gegen dicke Beine helfen auch Kompressionsstrümpfe.

Bei Übungswehen wird der Bauch kurz hart und man spürt vielleicht ein leichtes ziehen. Diese Wehen kommen unregelmäßig über Tage verteilt. Spüren Sie regelmäßige Wehen, suchen Sie Ihren Arzt auf.


Untersuchungen und Organisatorisches

Zwischen der 29. und der 32. Schwangerschaftswoche wird der dritte große Ultraschall gemacht. Dabei werden noch mal alle Organe des Babys genau untersucht. Ausserdem wird die Lage des Fötus in der Gebärmutter kontrolliert. Manche Babys haben sich jetzt bereits mit dem Köpfchen nach unten gedreht. Doch auch bis zuletzt ist die Drehung Ihres Kindes noch möglich. Ab der 34. Schwangerschaftswoche sollten Sie alle zwei Wochen zur Vorsorgeuntersuchung bei Ihrem Frauenarzt gehen. 

Bei einer Hebamme und einer Klinik sollten Sie sich ab der 32. Woche anmelden. Oder möchten Sie doch lieber im Geburtshaus oder zu Hause entbinden. Die Entscheidung sollte jetzt getroffen werden. Wenn ihr Kind da ist sollten Sie mit Ihm zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen gehen. Dafür brauchen Sie einen Kinderarzt. Wenn Sie schon Eltern in Ihrem Freundeskreis haben bekommen Sie vielleicht eine Empfehlung.


Mutterschutz

Sechs Wochen vor dem Geburtstermin beginnt die Mutterschutzfrist. Während dieser Zeit haben Sie Anspruch auf Mutterschaftsgeld, dass Sie bei Ihrer Krankenkasse beantragen müssen. Die freie Zeit ist perfekt um die letzten Vorbereitungen für das Baby zu treffen. Richten Sie das Kinderzimmer ein und waschen sie die Babykleidung ein- oder zweimal durch. Denn in neuer Kleidung können sich noch Giftstoffe befinden, die für ein Baby schädlich sein können. Machen Sie sich deshalb auch keine Gedanken, wenn Sie aus finanziellen Gründen hauptsächlich gebrauchte Kleidung kaufen. Da Babys schnell wachsen, sind die Sachen meist nur wenig getragen.

Denken Sie auch daran, dass Elternzeit spätestens 6 Wochen vor Beginn beim Arbeitgeber beantragt werden muss. Auch einen Antrag auf Elterngeld können Sie schon besorgen und weitesgehend ausfüllen.


Vorbereitungen

Ab der 36. Woche sollten Sie Ihre Kliniktasche packen. Machen Sie eine Liste mit allem notwendigen, und legen Sie die zu ihrer Tasche, so kann nichts vergessen werden. Machen Sie sich außerdem Gedanken um die Zeit während und nach der Geburt. Wer kann sich um die größeren Geschwister kümmern, wenn Sie im Krankenhaus sind? Bitten Sie Verwandte und Freunde um Unterstützung in der Zeit nach der Geburt, zum Beispiel in Form einer gekochten Mahlzeit. Wenn Sie Mehrlinge erwarten, erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse nach Zuschüssen für eine Haushaltshilfe.

Wie soll es heißen? Diese Frage bekommen Sie bestimmt häufig von Verwandten und Freunden gestellt. Langsam sollten Sie sich ernsthafte Gedanken machen. Sie können aber auch ruhig mit zwei Favoriten in den Kreissaal gehen und nach der Geburt entscheiden. 

Bereiten Sie sich auf die Geburt vor, in dem Sie sich möglichst oft entspannen und ausruhen. Ernähren Sie sich gesund. Für die Geburt werden Sie viel Kraft brauchen. Wenn Sie stillen möchten, härten Sie ihre Brustwarzen ab, in dem Sie kalt duschen und die Brustwarzen mit einem rauhen Handtuch trocken rubbeln. 


Geht es jetzt los?

Ab der 37. Woche gilt Ihr Kind als reif, es könnte quasi jeden Moment geboren werden. Verfallen Sie jetzt aber nicht in Panik. Nur 4 Prozent aller Kinder kommen am Termin. Wenn der errechnete Termin verstrichen ist, sollten Sie jeden zweiten Tag zum Frauenarzt gehen. Dann können mit dem CTG die Herztöne des Kindes und die Wehen überprüft werden. Die meisten Kliniken schlagen zehn Tage nach dem Termin eine Einleitung vor.

Wenn ein Kaiserschnitt geplant wird, wird meistens ein Termin etwa zehn Tage vor dem errechneten Geburtstermin gewählt. Dann ist das Baby voll entwickelt, aber es haben meist noch keine Wehen eingesetzt.

Echte Geburtswehen erkennen Sie daran, dass sie regelmäßig kommen. Der Abstand zwischen den Wehen kann am Anfang noch 20 - 30 Minuten betragen, verkürzt sich aber zunehmend. Einfach überprüfen lässt es sich auch in einer warmen Badewanne, Geburtswehen werden stärker, Übungswehen verschwinden. Warten Sie mit der Fahrt in die Klinik, bis der Abstand zwischen den Wehen nur noch 5 – 10 Minuten beträgt. So vermeiden Sie wieder nach Hause geschickt zu werden.


Endlich bist du da

Und dann kommt endlich der Moment! Ihr Kind ist da! Klein, runzlig und etwas zerknautscht liegt es auf Ihrer Brust und schaut mit großen Augen in die Welt. Herzlichen Glückwunsch! Sie sind jetzt Mama.

Tabea Lück

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