Babys erfahren durch Pucken Geborgenheit

Pucken – was ist das?

Pucken ist eine alte Wickelmethode, bei der das Baby vollständig mit einem Tuch eingewickelt wird. Wie in einen Kokon. Hebammen empfehlen heute dieses Verfahren für Schreibabys und unruhige Säuglinge.

Pucken kann dem Neugeborenen den Übergang von den paradiesischen Zuständen im Mutterleib zu denen im realen Leben erleichtern. Mit einem weichen Tuch oder einer Decke fest umhüllt, spürt es die Geborgenheit eines umgrenzten Raums – wie vor seiner Geburt.

Pucken - ein Hilfsmittel bei unruhigen Babys und Frühchen

Bewährt hat sich das Pucken besonders bei unruhigen Säuglingen. Manche beispielsweise reißen mitten im Schlaf die Ärmchen in die Luft, als ob sie etwas erschreckt hat. So abrupt aus dem Schlaf gerissen, fangen sie an zu weinen und lassen sich nur schwer wieder beruhigen. Werden sie gepuckt, kommt diese heftige und ungewollte Bewegung nicht vor. Das Baby schlummert friedlich durch. Und keiner spricht mehr von einem Schreibaby.

Kindern, die schwer in den Schlaf finden, kann ebenfalls mit Pucken geholfen werden. Die vertraute Enge ihres Kokons gibt ihnen die Geborgenheit, die sie zum Einschlafen brauchen. Auch Frühchen gibt das Pucken Halt. 

Wie lange soll das Baby gepuckt werden?

Hebammen empfehlen das Pucken nur für die ersten drei bis fünf Lebensmonate. Später, wenn das Baby nicht mehr von Reflexen gesteuert wird, ist das nicht mehr nötig. Außerdem braucht es ab dann mehr Bewegungsfreiheit, um sich weiter entwickeln zu können. 

Kritische Stimmen zum Pucken

Kritiker halten das Pucken in keinem Lebensabschnitt für sinnvoll, deklarieren es sogar als gefährlich. Das Baby würde nicht ausreichend Luft bekommen und sein natürlicher Bewegungsdrang gehemmt. Außerdem stiege das Risiko einer Hüftdysplasie. 

Wie wird gepuckt?

Eine Decke oder ein Tuch wird mit einer speziellen, aber sehr einfachen Wickeltechnik eng um das Baby geschlungen. Man kann den gesamten Körper pucken oder auch nur die Hüfte und die Beine. Verwendet wird eine Stoffwindel, ein Handtuch oder ein Moltontuch, später ein größeres Tuch oder eine kleine Babydecke. Selbst enge Schlafsäcke, in denen das Kind mit seinen Füßchen die begrenzende Stoffhülle spüren kann, sind geeignet. Ganz einfach zu bedienen sind Puck-Säckchen.

Heidrun Berger

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