Babys erste Jahre: 11. Monat

Kleine Plappermäulchen


Ihr Baby hat sich schon ganz schön entwickelt. Nicht nur, dass es so mobil geworden ist - wenn es einen Gegenstand erreichen will, dann schafft es das in den meisten Fällen auch. Auch sprachliche Fortschritte können Sie an Ihrem Kind erkennen.

Ihr Baby beginnt zu sprechen!

Sie können beobachten, welch große Fortschritte die Sprachentwicklung Ihres Babys jetzt macht. Man kann feststellen, dass ein Kleinkind mit elf Monaten nicht mehr ausschließlich unwillkürliche Laute von sich gibt. Viele Doppelsilben werden jetzt zum Bezeichnen von Dingen verwendet.

Vielleicht hat das Lieblingspüppchen schon einen Namen, wie „Wa-wa“, oder „Da-da“. Auch das so lange ersehnte erste „Mama“ sollte bald aus Babys Mund zu hören sein.

Der Wortschatz Ihres Kleinen muss natürlich noch um einiges wachsen. Noch nicht allen Dingen wird ein extra Wort zugeteilt, da kann es schon passieren, dass alle Spielsachen „Wa-wa“ heißen, oder dass „Mama“ sowohl die Mutter als auch den Vater bezeichnet.

Wenn Sie den Drang danach verspüren, Ihr Baby zu verbessern und Ihm immer wieder vorsagen, wie der zu bezeichnende Gegenstand richtig heißt, so können Sie dem beruhigt nachgeben. Sie schränken damit nicht die Sprachentwicklung Ihres Babys ein.

Sie können auch schon langsam damit beginnen, dem Kind die Bedeutung von Farben zu erklären. Beispielsweise indem Sie auf das Gras zeigen und „grün“ sagen, oder darauf hinweisen, dass die Sonne gelb ist.


Flott unterwegs!

Ihr Kleines ist schon ganz schön mobil. Immer geschickter wird es beim Krabbeln und Hochziehen. Es steht auch schon gerne selbstständig und hält sich meist nur noch mit einer Hand ein. Diese einstigen Vorläufer des Krabbelns, wie Schwimmbewegungen, sind jetzt passé.

Auch das Sitzen ist kein Problem mehr für die Babys im elften Monat. Mit gespreizten Beinchen und aufrechtem Rücken können sie schon ziemlich lange sitzen. Nun kann man auch schon im Babybuggy ausfahren, das Kind muss nicht mehr in der Waagrechten liegen, die Rückenmuskulatur ist nun stark genug für diese Übung.

Auch gegen einen kurzen Ausflug auf dem Rad ist nichts einzuwenden. Achten Sie nur darauf, dass der Sitz ein Prüfsiegel, wie zum Beispiel TÜV oder GS, besitzt und vergessen Sie nicht, dem Baby einen Helm aufzusetzen. Der Kindersitz sollte einen guten Halt am Rad und einen Schutzbügel für die Beine haben.


Wenn Oma alles besser weiß…


Für viele Babys sind die Großeltern wahrlich die Größten. Kein Wunder, haben sie auch häufig Zeit und verwöhnen die kleinen Racker mit Geschenken und Süßigkeiten. Auch für Sie können die Eltern eine große Hilfe darstellen, vor allem, wenn Sie Ihrem Beruf nachgehen möchten. Es kommt allerdings auch immer wieder zu Konflikten zwischen Eltern und Großeltern.

Die immer wiederkehrenden Ratschläge von Mutter oder Schwiegermutter können für Sie als Elternteil oft als lästig empfunden werden. Meist reißt man sich jedoch am Riemen und versucht die Besserwisserei „der Alten“ zu ignorieren.

Mischen sich die Eltern für Ihren Geschmack zu intensiv in die Erziehung Ihres Babys ein, dann sollten Sie die Initiative ergreifen, um sich selbst und die Großeltern vor weiteren Reibereien zu bewahren.

Vermitteln Sie Ihren Eltern, dass Sie die Verantwortlichen für Ihr Kind sind. Das könnte im Streit ausarten. Gehen Sie einem solchen jedoch nicht aus dem Weg, manchmal ist dieser einmalige ungemütliche Weg besser, als sich dauernd genervt und sauer zurückzuziehen. Finden Sie, dass die Eltern oder Schwiegereltern versuchen, das Kind auf eine Art zu erziehen, die völlig konträr zu Ihrer ist? Stellen Sie Regeln für die Zeit der Betreuung Ihres Kindes auf und machen Sie den Eltern klar, dass Sie von ihnen erwarten, sich an die Regeln zu halten. 

Stellen Sie nicht generell die Erziehungskompetenz Ihrer Eltern in Frage. Immerhin haben sie es auch schon einmal hinbekommen, ein Kind zu erziehen. Die Lösung ist, ihnen klar zu machen, dass es verschiedene Arten und Wege gibt, ein Baby großzuziehen und Sie sich für einen bestimmten Weg entschieden haben. Wünschen Sie sich von Ihren Eltern, sie mögen Ihre Entscheidungen respektieren.

Achten Sie darauf, dass das Kind nicht zwischen die Fronten gerät. Es sollte nicht als Druckmittel fungieren, denn es hat die Gesellschaft beider Parteien, Eltern und Großeltern, gern. Bemühen Sie sich auch, Ihre Eltern nicht zu sehr einzuschränken. Lassen Sie ihnen Freiheiten in Bereichen, die Sie als weniger wichtig erachten.Es ist nicht so schlimm, wenn das Kind bei Oma einmal etwas später schlafen geht, oder wenn Opa beim wöchentlichen Spaziergang Eis spendiert, obwohl das nicht in Ihren Ernährungsplan passt. (bg)

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