Babys erste Jahre: 8. Monat

Nur nichts überstürzen!

Das Baby Ihrer Freundin ist auch acht Monate und kann bereits selbstständig sitzen? Ihres noch nicht einmal annähernd? - Na und?! Jedes Kind entwickelt sich anders und unterschiedlich schnell. Vergleichen Sie deshalb nicht Ihr Baby mit anderen.

Bewahren Sie Geduld und Ruhe und freuen Sie sich über die individuelle Entfaltung Ihres Kindes. Ganz nach dem Grundsatz: "Alles zu seiner Zeit. Wäre es nicht toll, wenn Ihr Baby schon eigenständig ein paar Schritte machen, oder zumindest alleine sitzen könnte? Wenn Sie ihm in die richtige Position helfen, dann kann es sogar schon für einige Sekunden ohne Ihr weiteres Zutun sitzen. Machen Sie aber damit auch wirklich das Richtige für Ihr Baby?

Bringen Sie Ihr Kind nicht künstlich zum Stehen, Laufen oder Sitzen. Knochen und Muskulatur des Babys sind noch nicht dazu ausgebildet. Die Belastung für das Skelett wäre zu groß. Wenn Sie nun das Kind mit ein Kissen in eine Sitzposition bringen, tun Sie ihm nichts Gutes, sondern schränken nur den natürlichen Bewegungsdrang ein.

Sie freuen Sich, wenn Ihr Kind etwas Neues kann? Dann zeigen Sie es ihm auch ganz deutlich. Lobende Worte und ein kleiner Applaus animieren Ihr Baby dazu, auch schwierige Übungen zu wiederholen und neue Aufgaben zu meistern.

Nehmen Sie Abstand von Lauflernhilfen. Diese sind nicht förderlich für die Muskulaturbildung und für die Entwicklung des Gleichgewichtsinnes Ihres Babys. Außerdem können diese Laufschulen gefährlich werden - schon ein Teppichrand oder eine Türleiste können Auslöser für einen Sturz sein.

Die ersten acht Monate sollte Ihr Kind wenn möglich nur flach liegen. Stellen Sie also Autositz und Kinderwagen möglichst waagrecht ein.

Nachahmer

Um den achten Monat herum werden sich Babys bewusst, dass sie für verschiedene Dinge mit dem Stolz und der Freude der Eltern belohnt werden. Viele Kinder verabschieden sich jetzt schon mit einem "Winke-Winke", das bei den anwesenden Erwachsenden großen Jubel auslöst und so das Kind immer wieder zur Wiederholung der Geste anregt.

Sie werden auch feststellen, dass Ihr Kind Sie jetzt sehr gut beobachtet. Es ist brennend an dem interessiert, was Mama oder Papa machen und wie das funktioniert. Machen Sie einen Versuch: Klatschen Sie im Takt zur Musik. Das Baby wird entzückt sein über den Klang, den Sie fabrizieren und auch versuchen, die motorisch noch etwas tollpatschig gesteuerten Händchen zusammen zu schlagen, so wie Sie als Großer das machen.

Loben und lachen Sie mit Ihrem Kind dabei, zeigen Sie ihm, wie stolz Sie sind und Baby wird wieder versuchen, in die Hände zu klatschen. Mit der Zeit wird das auch immer besser funktionieren.

Kindersicherung

Ihr Kind ist schon ziemlich mobil. Und wenn noch nicht, dann wird es das bald werden, da können Sie sicher gehen. Es wird dann auch vor keinen scharfen Kanten, Schubläden, Porzellanfiguren oder Steckdosen halt machen. Deshalb wäre es spätestens jetzt ratsam, die eigenen vier Wände kindersicher zu gestalten.

Am besten, Sie setzen sich einmal auf den Boden und überlegen, was von dieser Lage aus alles erreichbar ist, aber auch was für ein Baby eigentlich unerreichbar bleiben sollte. 

Regale und Schubläden sollten zum Beispiel fest verankert sein, Ihr Baby wird sich vermutlich bald liebend gerne daran hochziehen. Arznei-, oder Putzmittel sollten jetzt außerhalb der Reichweite des Kindes sein. Interessant finden wird es auch Steckdosen, die Sie mit einem speziellen Sicherungsplättchen kindersicher machen können.

Achten Sie darauf, dass keine Plastiktüten für das Baby greifbar sind. Es könnte auf die Idee kommen, sich die Tüte über den Kopf zu stülpen - damit besteht akute Erstickungsgefahr. Wenden Sie einen Nachmittag dafür auf, alles Gefährliche außerhalb der Reichweite ihres Schützlings zu bringen. Es lohnt sich, so werden Sie auf Dauer viel entspannter sein, wenn das Baby herumkrabbelt.

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