Babys erste Jahre: 22. Monat

Schon reif fürs Töpfchen? Windeln ade!

Nie wieder Windelnwechseln! Eine Wunschvorstellung von Ihnen? Verständlich, dass Sie Ihr Kind so schnell wie möglich raus aus den Windeln und rauf aufs Töpfchen bekommen möchten. Überstürzen Sie dabei aber nichts, Ihr Kind könnte sich unter Druck gesetzt fühlen.

Wann Ihr Kleines zum ersten Mal auf das Töpfchen gehen will ist keine Frage des Trainings, sondern der Reife. Würde man der Natur ihren Lauf lassen, würde ein Kind erst mit etwa fünf Jahren sauber werden.

Verständlich, dass diese Vorstellung Eltern eine Gänsehaut beschert. Darum sind wahrscheinlich auch Sie darauf bedacht, diese Entwicklung zu beschleunigen. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Nur sollten Sie sich als Eltern bewusst sein, dass es bei der Frage, um Töpfchen oder noch nicht Töpfchen, nicht darum geht, wie viel Sie mit Ihrem Kind üben.

Wann Ihr Kind reif fürs Töpfchen ist, hängt erstens davon ab, ob es körperlich schon dazu bereit ist, sprich den Schließmuskel und den Drang auf die Blase kontrollieren zu können. Zweitens geht es hier um die geistige Reife Ihres Kindes. Ist Ihr Kleines später dran und interessiert sich mit 22 Monaten noch nicht fürs Töpfchen, ist das auch völlig normal.

Geben Sie ihm Zeit. Irgendwann wird Ihr Kind sich der Tatsache bewusst werden, dass man selbst bestimmen kann, wann man Pipi und A-A macht. Und dann werden nicht nur Sie sich freuen, auch Ihr Kind wird unheimlich stolz sein, dass es sein Geschäft wie die Großen verrichten kann!

Hier einige Hinweise, wie Sie merken, ob Ihr Kind für den ersten Gang auf den Thron bereit ist:

  • Erst wenn Ihr Kind von sich aus Interesse für Töpfchen oder Klo zeigt, ist es reif, um langsam mit dem "Training" zu beginnen.
  • Zuschauen und lernen: Nehmen Sie Ihr Kind mit auf die Toilette, dann kann es sich bei den Großen abgucken, wie's funktioniert.
  • Lassen Sie Ihr Kind herumwerken: Ihr Kind interessiert sich noch mehr dafür den Klodeckel auf und zu zu machen, oder Papier runterzuspülen, als für den eigentlichen Zweck der Toilette? Lassen Sie es mit den "neuen Geräten" bekannt werden. 
  • Lassen Sie ihr Kind nicht zu lange auf dem Töpfchen sitzten, es könnte sich sonst leicht überfordert fühlen und verliert die Lust auf weitere Versuche.
  • Ist ihr Kind soweit und hat etwas "produziert" - loben Sie es dafür ausreichend - das macht Ihr Kleines besonders Stolz und veranlasst es dazu, es wieder zu versuchen.
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Die Kunst, als Familie zu leben. Ein Erziehungsratgeber nach Rudolf Dreikurs.

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Der Autor hat ein Modell entwickelt, das sich millionenfach bewährt hat. Kinder sind von klein an ernstzunehmende soziale Wesen; man muß diese Anlagen nur entdecken und eine entspannte Beziehung zwischen Eltern und Kindern gestalten.