Babys erste Jahre: 13. Monat

Vom Wachstum und von ersten Kontakten

Wie schnell sich doch Ihr Kind bisher entwickelt hat! Das Baby ist jetzt etwa dreimal so schwer als bei seiner Geburt. Es ist auch schon um ein ganzes Stück gewachsen.

Im zweiten Lebensjahr wird es allerdings nicht mehr ganz so schnell vorangehen mit den Wachstumsschüben als in den ersten Monaten. Was ihr Baby im 13. Monat erlebt, lesen Sie hier.


Wachstum


Ihr Kind wird in den nächsten drei Jahren nicht mehr Zentimeter wachsen, als in den ersten 12 Monaten. Darüber sollten Sie sich klar sein. Die Wachstumsschritte werden ab jetzt größer sein, die Unterschiede in der Entwicklung zu anderen gleichaltrigen Kindern ab nun vielleicht noch deutlicher.

Es sollte Sie darum nicht beunruhigen, wenn andere Kinder scheinbar weiter entwickelt sind, als das Ihre. Lassen Sie sich und Ihrem Kind Zeit und genießen Sie gemeinsam die kleinen und großen Fortschritte, die Ihr Baby machen wird.

Vielleicht werden Sie sich auch einbilden, dass der Kopf Ihres Babys im Vergleich zum übrigen Körper immer größer wird. Keine Einbildung, im zweiten Lebensjahr wird der Kopf Ihres Kindes wirklich noch größer. Er wächst, um dem stetig wachsenden Gehirn Platz zu schaffen.

Kontaktaufnahme

Ein Baby zu haben, bringt auch mit sich, neue Kinderwagen-Kontakte zu knüpfen. Plötzlich kommen Eltern im Park ins Gespräch, die sich zuvor noch nie gesehen haben. Die ersten Monate berührte das Ihr Baby wohl kaum, wenn es mit einem gleichaltrigen Kind konfrontiert wurde. Zwischen dem neunten und vierzehnten Monat wird das anders.

Die Babys zeigen Interesse füreinander. Eine neue Entwicklungsstufe hat begonnen. Der erste Kontakt mit einem Gleichgesinnten sieht bei Babys immer ähnlich aus. Erst wird dem anderen Blickkontakt aufgenommen, dem folgt ein Lächeln und danach darf angefasst werden. Dabei werden nicht nur Hände, sondern auch das Gesicht des Gegenübers abgetastet.

Meist dauert die Begegnung mit Gleichaltrigen nicht lange an, nach ein paar Minuten müssen die Eltern wieder herhalten. Damit die Kontaktaufnahme gut läuft, brauchen die Babys eine Vertrauens- person im Hintergrund. Alleine mit den anderen Kindern wären sie noch überfordert.

In diesem Alter, mit etwa einem Jahr, lassen Kinder es noch zu, sich im Gesicht herumgrabschen zu lassen. Nur wenige Monate später werden die Kinder dies nicht mehr zulassen und die suchenden Hände des anderen abwehren.

Anfällig für Krankheiten

Im Alter von einem Jahr kann es häufig sein, dass das Baby erkältet ist. Das Immun- und Abwehrsystem Ihres Kindes ist noch nicht voll belastbar. Es übt sozusagen noch, sich gegen diverse Krankheitserreger zu wappnen. Dies ist leider auch der Grund, warum sich in diesem Alter harmlose Erkältungen oft in gefährliche Erkrankungen wandeln. Dabei sind Ohrenschmerzen keine Seltenheit bei einem Einjährigen.

Durch das Anschwellen der Schleimhäute ist die Belüftung der Ohren rasch eingeschränkt und es kommt schnell zu einer Mittelohrentzündung. Da das Baby noch nicht sagen kann, wo es ihm weh tut, ist es für Eltern nicht leicht, die Krankheit zu erkennen. Eine kleine Hilfe: eine Mittelohrentzündung tritt häufig in Folge einer Atemwegsinfektion auf. Ihr Kind wirkt unglücklich und hat Fieber, oder fasst sich ständig ans Ohr.

Bitte bedenken Sie, dass eine Mittelohrentzündung sehr schmerzhaft verlaufen kann. Gehen Sie deshalb bereits bei ersten möglichen Anzeichen zum Kinderarzt. (bg)